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01.07.2010

Fußballfans raus, Besucher des Hexenfestes rein

Am Samstag werden die Tische im Waldbad wohl doppelt strapaziert werden: einerseits von Fußballfans beim Public Viewing am Nachmittag, andererseits von den Besuchern des Hexenfestes am Abend. Foto: Bernhard Weizenegger
Bild: Bernhard Weizenegger

Günzburg Die Günzburger Stadtwerke und der Pächter des Waldbades stehen vor einer logistischen Herausforderung. Am Samstag wird im Waldbad ab 16 Uhr das Viertelfinalspiel bei der Fußball-WM zwischen Deutschland und Argentinien auf Großbildleinwand übertragen. Es werden erneut etwa 2000 Fans erwartet. Der Eintritt ist frei. Ab 19.30 Uhr ist dann Einlass zum "Hexenfest". Das Konzert der "Isartaler Hexen" soll um 20 Uhr beginnen. Hierfür sind bereits mehr als 1200 Karten verkauft. Doch was passiert, wenn es beim Spiel der deutschen Mannschaft Verlängerung und eventuell sogar ein Elfmeterschießen gibt? "Dann wird es zeitlich sicherlich kritisch. Wir setzen auf die Vernunft der Leute und gehen davon aus, dass nach etwa einer halben Stunde das meiste geleert ist", sagt Johann Stelzle, Werkleiter der Stadtwerke Günzburg.

Nur eine halbe Stunde?

Was Stadt und Stadtwerke auf jeden Fall verhindern wollen, ist, dass es am Samstagabend zu einem ähnlichen Fauxpas kommt wie am vergangenen Sonntag, als Sicherheitsleute Kindern beim Einlass die Wasserflaschen abgenommen haben (wir berichteten). Doch der Fall der Fälle könnte eintreten: Das deutsche Team erkämpft sich bei diesem K.-o.-Spiel in Südafrika in der regulären Spielzeit ein Unentschieden gegen (Mit-) Favorit Argentinien, es gibt Verlängerung, und schließlich kommt es - wie 2006 in Berlin - zu einem Elfmeterschießen. Gegen 19 Uhr steht dann fest: Deutschland hat gewonnen, die Fans im Waldbad feiern ausgelassen, doch die Security-Leute müssen sie mehr oder weniger hinauskomplimentieren, weil die Gäste des Hexenfestes, die ihre Sitzplatzkarten für gutes Geld erworben haben, bereits auf das abgesperrte Festgelände drängen.

Stelzle sieht das Szenario gelassen. "Grundsätzlich hoffe ich, dass wir gewinnen. Und wenn es länger dauert, bis das feststeht, dann fangen die Isartaler Hexen eben eine halbe Stunde später an." Man wolle das Bad weder räumen noch leeren. "Im Extremfall haben die Besucher des Public Viewing eine gute halbe Stunde Zeit zu gehen. Ich gehe davon aus, dass das klappt", meinte der Stadtwerke-Chef. Sollte das Spiel nach 90 Minuten aus sein - mit einem Sieg oder einer Niederlage für Deutschland - dann sei der Zeitplan sowieso kein Problem.

Fußballfans raus, Besucher des Hexenfestes rein

Auch Waldbad-Pächter Bernd Bayer setzt auf die Vernunft und die Fairness der Leute. Diejenigen, die ab 15 Uhr kostenlosen Eintritt zum Public Viewing haben, sollten für jene den Platz räumen, die Karten für das Hexenfest am Abend haben - außer, sie haben selbst Tickets für den vierstündigen Auftritt der vier "feschn Madln" gekauft. Die könnten gleich dableiben. "Während der Fußballübertragung haben die Besucher an Ort und Stelle die Möglichkeit, noch Tickets für das Hexenfest zu erwerben", erläutert Bayer. Dazu werden Mädchen vom Jugendforum Günzburg durch die Reihen gehen und Eintrittskarten anbieten. Nach dem Spiel werde es Lautsprecherdurchsagen geben. Das Aufkommen an Sicherheitspersonal wird laut Pächter am Samstag sehr groß sein. Um die Besucherströme zu entzerren, wird der Ausgang für die Public-Viewing-Besucher am Wohnmobil-Stellplatz sein, während die Gäste des Hexenfestes am Haupteingang Einlass finden.

Es wird sicherlich heiß werden am Samstag - bei bis zu 35 Grad so oder so. Gute Nachricht für die Besucher: Sie werden laut Stelzle bis 22 Uhr baden gehen können.

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