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Gemeinderat

21.06.2018

Geplanter Brennholzbetrieb wirft weiter Fragen auf

Seit mehreren Jahren beschäftigt sich das Bibertaler Gremium damit. Warum eine Entscheidung wieder vertagt wurde

Fünf Bauanträge standen in der jüngsten Sitzung auf der Tagesordnung des Bibertaler Bauausschusses. Vier von ihnen waren problemlos. Im fünften Fall wurde eine Entscheidung neuerlich vertagt. Dieses Bauvorhaben am Postweg im Ortsteil Silheim beschäftigt die Gemeinde seit knapp vier Jahren.

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Der Eigentümer des bisherigen Wohnhauses am Postweg in Silheim will in dem Gebäude einen Betrieb zur Verarbeitung, Lagerung und zum Verkauf von Brennholz einrichten. Mit Blick auf eine mögliche Lärmbelästigung für die Nachbarn hatte die Gemeinde Ende 2014 ein Schallgutachten gefordert.

Das Gutachten liegt inzwischen vor. Für Bürgermeister Oliver Preußner sind trotzdem noch etliche Fragen offen. „Bezüglich des möglichen Lärms sind sie noch zu klären“, sagte der Bürgermeister im Bauausschuss. Deshalb habe er mit den Zuständigen im Landratsamt einen Gesprächstermin vereinbart. Der Bauausschuss folgte Preußners Vorschlag, eine Entscheidung zu vertagen, bis die noch offenen Fragen „näher geklärt sind“.

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Ohne Diskussion stimmten die Mitglieder des Bauausschusses den anderen Bauanträgen zu. Gegen Einfamilienhäuser in Ettlishofen und Bühl hatte niemand Einwände. Ein altes Haus hatte ein Ehepaar an der Günzburger Straße 7 in Bühl gekauft. Plan war es ursprünglich, auf das Gebäude ein zweites Vollgeschoss aufzusetzen. Bei näherer Untersuchung stellte sich heraus, dass die Statik des Hauses das nicht aushält. Nun wird das Gebäude abgerissen und durch ein Zweifamilienhaus ersetzt.

An der Mühlbergstraße 21 in Kissendorf steht eine Lagerhalle. Der Eigentümer will das Gebäude künftig nutzen, um „Gegenstände für Metallbau und Metallbearbeitung“ auszustellen. Damit werde die bisherige gewerbliche Nutzung zurückgebaut und die Situation für die Nachbarn „eher entschärft“, erklärte Bürgermeister Preußner. Der Bauausschuss billigte die Nutzungsänderung für das Gebäude deshalb einstimmig.

Auf dem Friedhof in Kissendorf gibt es seit drei Jahren eine sogenannte Memoriengrabanlage. Da die Nachfrage groß ist, soll nun eine weitere dieser Grabstellen für Urnen geschaffen werden. Das haben die Mitglieder des Bauausschusses einstimmig beschlossen. Geplant ist eine Anlage, die Platz für vier Grabstellen mit jeweils drei Urnen bietet.

Zwei in die Jahre gekommene und damit nicht mehr sichere Spielgeräte werden auf dem Spielplatz in Anhofen ausgetauscht. Für etwa 2500 Euro wird eine neue Kletter-Hangel-Kombination angeschafft, rund 5500 Euro kostet die neue Sandbaustelle. Die Mitglieder des Bauausschusses haben die Neuanschaffungen einstimmig befürwortet.

Auch auf den Friedhöfen der Gemeinde Bibertal wuchert das Unkraut. Eine umweltfreundliche Bekämpfungsmethode ist heißes Wasser. Ein entsprechendes Heißwassergerät hat der Bauhof bereits, es fehlt allerdings ein Generator, mit dem sich bei den Friedhöfen der nötige Strom erzeugen lässt. Einstimmig beschloss der Bauausschuss, für etwas mehr als 11000 Euro einen Generator zu beschaffen. Vertagt wurde die Entscheidung darüber, welches Transportmittel für den etwa drei Tonnen schweren Generator angeschafft wird. Denkbar wäre ein Anhänger, allerdings verfügt die Gemeinde über kein Fahrzeug, das diese schwere Last ziehen kann. Auf Vorschlag von Bürgermeister Oliver Preußner kam der Bauausschuss überein, sich vor einer Entscheidung im Gemeinderat von Experten beraten zu lassen.

Um den Acker besser bewirtschaften zu können, hat ein Landwirt beantragt, das abgesenkte Gelände im Bereich „An der Halde“ in Silheim mit Humus auffüllen zu dürfen. Die Gemeindeverwaltung, so erklärte Bürgermeister Oliver Preußner im Bauausschuss, sehe kein Problem, zumal auch die Untere Naturschutzbehörde beim Landratsamt keine Einwände vorgebracht habe. In dem Ackergelände befindet sich eine kleine Böschung. Sie darf laut Beschluss des Bauausschusses nicht angetastet werden. Vielmehr muss der Landwirt dort fünf Wildbirnenbäume pflanzen.

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