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Handball

10.09.2019

Günzburger Kniefall in der ersten Bundesliga-Kraftprobe

In die Fänge der Nordbadener geraten ist hier Adam Czakó. Der Günzburger verletzte sich am Knie und konnte nicht so dynamisch agieren wie sonst.
Bild: Ernst Mayer

Zum Saisonstart kassieren die A-Jugendhandballer des VfL Günzburg ein 25:28. Was noch nicht rund läuft – und woraus Trainer Stephan Hofmeister Zuversicht zieht.

Vor 450 Zuschauern hat der VfL Günzburg seine Auftaktbegegnung in der A-Jugend-Bundesliga 25:28 (12:15) verloren. Erwartungsgemäß war es ein Spiel auf Augenhöhe. Die HG Oftersheim/Schwetzingen nutzte allerdings zwei Schwächephasen der Weinroten kurz vor der Halbzeit und ab der 44. Minute, um davonzuziehen. Insgesamt verloren die Nord-Badener im Gegensatz zum VfL nie den Spielfaden, wirkten konsequenter und besser eingespielt.

Die Torleute konnten einem Leid tun

Beide Teams waren gut aufeinander eingestellt. Der erste Treffer gelang dem sehr starken Gäste-Rückraumlinks Jacob Clarius. Frieder Bandlow, für den die Bayernliga-Männer in dieser Saison (vereinsintern einvernehmlich) Priorität haben, spielte das erste Mal seit vielen Wochen wieder mit seinen Jugendhandball-Freunden und glich gut gelaunt postwendend zum 1:1 aus. Überhaupt ging es in der temporeichen Begegnung anfangs Schlag auf Schlag. Wie bei Spielen in der Jugend-Bundesliga üblich, bekamen die Abwehrreihen anfangs überhaupt keinen Zugriff auf die wendigen Angriffsspieler. Gerade die Torleute konnten einem Leid tun.

Beim 3:2 durch Louis Dück, der vom Vortag ein Drittliga-Spiel in den Beinen hatte und trotzdem wie immer alles gab, gingen die Weinroten erstmals in Führung. Ungünstig wirkte sich gleich zu Beginn aus, dass sich Adam Czakó, der auffälligste VfL-Akteur der Saisonvorbereitung, am Knie verletzte und nicht gewohnt dynamisch agieren konnte. Das Spiel war auch deswegen arg rechtslastig und Louis Dück, der mit seiner körperlichen Präsenz eigentlich immer zwei Mann bindet, wurde oft viel zu früh angespielt statt die Situation bis zum taktischen Ende auszukosten.

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Nachdem der größte Angriffs-Elan verpufft war, dominierten die Abwehrreihen. Besonders Lukas Bär machte gegen den starken Gäste-Spielmacher Steven Beck ein überragendes Deckungsspiel. Auch Torwart Moritz Fieger steigerte sich in seinem ersten Bundesliga-Spiel enorm. In der 26. Minute stand es ausgeglichen 11:12.

Zur Halbzeit liegt Günzburg 12:15 zurück

Ausgerechnet in dieser psychologisch wichtigen Phase gelang den HG-Spielern ein Dreierpack. Mit einem sehenswerten Rückraumknaller erzielte Alexander Jahn den letzten Treffer vor dem Halbzeitpfiff zum 12:15.

Doch die Pause war noch nicht ganz erreicht. Erst erhielt Bandlow noch eine Zwei-Minuten-Strafe. Es war seine zweite. Fortan schleppte die Mannschaft die Furcht vor einer Disqualifikation mit.

Dennoch blieb Günzburg cool und steckte die Krise mit viel Kampfkraft weg. Gerade beim Über- und Unterzahlspiel merkte man allerdings, dass die Mannschaft nicht so eingespielt ist wie im vergangenen Spieljahr. Auch in diesen Bereichen waren die Gäste deutlich reifer.

Unangenehmer Fünferpack der Gäste aus Nordbaden

Nach dem 19:21 stockte der Angriff. Oftersheim/Schwetzingen hatte nun in der Abwehr seine stärkste Phase. Die Weinroten erhöhten das Risiko und gerieten in die Gegenstoßfalle. Ein unangenehmer Fünferpack innerhalb von vier Minuten war die unbarmherzige Quittung. Ein bitteres 19:26 prangte an der Anzeigentafel.

Der Wille, alles zu geben, war immer da. Doch der Rückstand gegen sehr geschlossene Gäste war zu hoch. Beim 24:27 und eigenem Ballbesitz war die Mannschaft um den vierfachen Torschützen Sebastian Grabher, der auf der für einen Rechtshänder schwierigen Rechtsaußen-Position ein gutes Spiel machte, noch guter Hoffnung. Doch die HG ließ sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen.

Trainer: Fehler auf Video analysieren

Für die Günzburger A-Jugend ist in den kommenden Trainingstagen Videoschauen angesagt. Laut Trainer Stephan Hofmeister sollten manche Fehler aus der Saisonpremiere „allein durch Inaugenscheinnahme für die nahe Zukunft vermeidbar sein“. (zg)

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