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Freizeit

04.09.2017

In Neuburg und Umgebung hatten Radler Vorfahrt

Schnell noch den Sattel richtig eingestellt und dann kann es los gehen.
Bild: Monika Leopold-Miller

Radeln, genießen, entdecken. Wie der Donautal-Radelspaß einmal mehr zu einem besonderen Erlebnis wurde.

Es ist ein radlerisches Auf und Ab im südlichen Landkreis Günzburg. Wer immer hier eine Radstrecke plant – Hügel (zum Teil kräftige) sind in der Regel dabei. Angelika Tittl lächelt bei diesem Gedanken. Sie plant seit vielen Jahren die Strecken für den Donautal-Radelspaß. Aber sie hätte nicht gedacht, dass der Berg beim Kletterzentrum des Krumbacher Alpenvereins so steil ist. „Da musste ich dann doch absteigen“, sagt sie. Aber auch wenn die Hügel manchmal anstrengend sind – die schöne Hügellandschaft ist einer der großen Reize Mittelschwabens. Und beim Donautal-Radelspaß in Neuburg wurde sichtbar, dass immer mehr Radler E-Bikes/Pedelecs nutzen, um bequem die Anstiege zu schaffen.

Lothar Kempfle, Geschäftsführer des Vereins für Regionalentwicklung Donautal-Aktiv, schätzt, dass am Sonntag rund 8000 Radler beim Radelspaß dabei waren. Das reicht nicht an die Rekordzahlen, die um 14000 liegen, heran. Aber die Beteiligung war an Tagen mit Dauerregen auch schon weit niedriger.

Regen – das gab es am Sonntagnachmittag auch in Neuburg. Glücklicherweise färbte sich der Himmel danach bald wieder blau und so gab es am Sonntagabend im Neuburger Zentrum noch einen richtig gemütlichen „Radler-Ausklang“.

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Die Beschilderung war eine Fleißarbeit

Drei Strecken mit Längen von 51 Kilometern, 33 Kilometern und 21 Kilometern gab es für die Radler zur Auswahl. Wie immer bestens ausgeschildert von den Organisatoren. Rund 600 Holzpflöcke wurden nach Auskunft von Angelika Tittl für Schilder in den Boden geschlagen.

Jedes einzelne Schild wurde mit Kabelbindern befestigt, eine mehrtägige Fleißarbeit. Froh war Angelika Tittl, dass im Vorfeld der Neuburger Veranstaltung nicht irgendein „Spaßvogel“ auf die Idee kam, Schilder abzubauen oder zu verstellen.

Nach der „Umsonst & draußen-Party“ am Samstag ging es dann am Sonntag, um 10 Uhr los mit der Zentralveranstaltung in Neuburg und dem Start einer von Angelika Tittl geführten Prominentenrunde. Die Gruppe war auf der langen 51-Kilometer-Runde unterwegs. Mit der Zeit wurde die Gruppe zunehmend überschaubar und „irgendwann war ich dann ganz alleine unterwegs“, erzählt Angelika Tittl. Damit umschreibt sie den Reiz des Radelspaßes. Das ist zum einen das Gruppenerlebnis, der Reiz der vielen Angebote, die Vereine und andere Organisationen am Wegesrand bereitstellen. Doch dann ist man unvermittelt allein und die eigenen Gedanken gleiten gewissermaßen hinaus in die Landschaft.

Viele fanden wieder in Neuburg zusammen

Ob allein oder in der Gruppe: Bei der Zentralveranstaltung mit vielen Ausstellern und einem bunten Bühnenprogramm mit einem Repertoire von Gesang bis Gymnastik fanden dann viele wieder in Neuburgs Mitte zusammen. Nicht zuletzt auch dank der Mitwirkung der Neuburger Vereine wurde die Zentralveranstaltung auch zum kulinarischen Ziel. Und das war gerade zum Finale, als sich das Wetter von seiner besten Seite zeigte, ein Hochgenuss.

Donautal-Aktiv-Geschäftsführer Lothar Kempfle freute sich, dass es Jahr für Jahr aufs Neue gelinge, einen Donautal-Radelspaß auf die Beine zu stellen. Und im Jahr 2018 geht es weiter. Neuburgs Bürgermeister Rainer Schlögl übergab symbolisch ein Rad an Ingrid Krämmel (Bürgermeisterin von Bachhagel) und Tobias Steinwinter (Bürgermeister von Zöschingen). Beide Gemeinden gehören der Verwaltungsgemeinschaft Syrgenstein im Landkreis Dillingen an. Dort findet im kommenden Jahr der Radelspaß statt.

Es wird ein „paar weniger Buckel“ geben, kündigte Steinwinter an. Aber am Sonntag wurde spürbar: Auch Hügel können richtig klasse sein.

Bei uns im Internet Zahlreiche Bilder vom Donautal-Radelspaß finden Sie hier.

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