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Krumbach

15.04.2019

Jugendleiterempfang: Ihr Einsatz ist praktisch unbezahlbar

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4 Bilder
Stellvertretend für alle Geehrten zeigt unser Bild die Ausgezeichneten für mehr als 20 Jahre Ehrenamtstätigkeit zusammen mit von links der stellvertretenden Landrätin Monika Wiesmüller-Schwab und dem Vorsitzenden des Kreisjugendrings, Roland Grimm sowie Staatsminister Hans Reichhart (Zweiter von rechts).
Bild: Werner Glogger

Sie sind bei der Feuerwehr aktiv, in Musikvereinen und in Sportgruppen. Würde man die Stunden bezahlen, die die Ehrenamtlichen geleistet haben, käme man auf 1,3 Millionen Euro. Kreisjugendring und Landkreis haben deshalb den Ehrenamtlichen für ihr unermüdliches Engagement gedankt.

Der Kreisjugendring (KJR) und der Landkreis Günzburg wissen die im Ehrenamt tätigen Bürger sehr zu schätzen. Beide Institutionen würdigten beim vierten Jugendleiterempfang im Krumbacher Stadtsaal auf großartige Weise ihren unermüdlichen Einsatz in der Kinder- und Jugendarbeit. Im Rahmen eines bunten Programms erhielten insgesamt 54 Personen aus berufenem Munde großes Lob und Anerkennung und wurden für ihre langjährige Tätigkeit ausgezeichnet.

Merle Kuhnert von der Kommunalen Jugendarbeit beim Landratsamt brachte es dabei auf den Punkt: Sie hatte errechnet, dass die erbrachten Stunden von allen Geehrten bei einem Ansatz von 46 Wochen pro Jahr die stolze Zahl von 140695 Stunden ergeben. „Würde man nur den gesetzlichen aktuellen Mindestlohn von 9,19 Euro berücksichtigen, ergäbe das Ehrenamt ein Budget von 1 292 987 Euro“.

Sie opfern ihre Freizeit für eine gute Sache

Eingangs der Veranstaltung bezeichnete der Vorsitzende des Kreisjugendrings, Roland Grimm, in seinen Begrüßungsworten alle 180 Anwesenden, die in 40 Vereinen, Verbänden und Organisationen ehrenamtlich tätig sind, als „wunderbare Menschen, die sich in vielfacher Weise engagieren und ihre Freizeit für die guten Taten opfern“. Leider werde der Dank viel zu wenig ausgesprochen, deshalb wolle man mit diesem Jugendleiterempfang alles daran setzen, damit der Dank spürbar werde.

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Erfreulich sei, dass unter den Gästen zahlreiche Vertreter aus Gesellschaft, Politik und öffentlichen Einrichtungen diesen Dank mittragen. Dies bestätigte auch Krumbachs zweiter Bürgermeister Gerhard Weiß. Er verband damit seine Freude darüber, dass erstmals diese Veranstaltung im Landkreissüden stattfand. Die Stimmung, das Ambiente und die Lichteffekte würden ihn „an die Verleihung großer Preise erinnern“ schwärmte Weiß.

Der Landkreis Günzburg wäre keine wirkliche Familien- und Kinderregion, wenn es den Kreisjugendring nicht gäbe, der sich tatkräftig für die Interessen junger Menschen einsetzt, betonte die stellvertretende Landrätin Monika Wiesmüller-Schwab im Auftrag des Schirmherrn des Empfangs, Landrat Hubert Hafner. Im Verbund mit den Ehrenamtlichen werde erfolgreich praktiziert, den Kindern den Weg in die Zukunft zu ebnen, indem soziale Kompetenzen vermittelt werden. „Sie tragen dazu bei, den Jugendlichen ein Stück Mut, Fröhlichkeit, sogar Selbstvertrauen mit auf ihren Alltagsweg zu geben. Die Jungs und Mädels von heute brauchen mehr Lebenswirklichkeiten, jenseits von Instagram, Twitter und Co.“, richtete sich Monika Wiesmüller-Schwab an die Betreuerinnen und Betreuer „Sie machen einen großartigen Job“.

Tagtäglich eine erfolgreiche Vereinskultur zu betreiben, die Gemeinschaft gestalten und die Bereitschaft, sich für andere einzusetzen, sei nicht hoch genug zu bewerten und verdiene Anerkennung und Respekt, fügte Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, Hans Reichhart, hinzu. Diese Bereitschaft dürfe nicht nachlassen und bedarf seitens der Politik tatkräftige Unterstützung.

Turner, Tänzer und Jongleure liefern die Höhepunkte

Professionell führte das Moderatoren-Duo Sabine Frank und Philipp Hutter – beide Mitglieder im Vorstandsteam des KJR – durch das Programm. Ein Höhepunkt war der Auftritt der Wettkampfturngruppen der DJK Breitenthal. Szenenapplaus begleiteten die atemberaubenden Formationen dieser Athleten, denn mit Saltos vor- und rückwärts, Hebefiguren und Rädern wirbelten sie über die Bühne, begleitet von fetziger Musik und Lichteffekten. Unglaublich, was die Trainerinnen Pia und Rebekka Jakob ihren Schützlingen beigebracht haben und wie diese es gekonnt umsetzten.

Die Wettkampfturngruppe der DJK Breitenthal zeigte Saltos vor- und rückwärts, Räder, Hebefiguren und andere Formationen.
Bild: Werner Glogger

Nicht minder gestalteten sich die Vorführungen der Tanzgruppe Prestige, einer Hip-Hop-Formation vom Tanzforum Damerau aus Krumbachs. Kein Wunder, dass sie mit ihren verschiedenen Tänzen den Titel „Deutscher Meister“ tragen. Die Tänzerinnen von Betreuerin Carmen Deppé begeisterten die Zuschauer.

Als Deutscher Meister überzeugte die Tanzgruppe Prestige aus dem Ulmer Stadtteil Eggingen.
Bild: Werner Glogger

Etwas ruhiger verlief der Auftritt der Jongliergruppe „JuggleKRU“ des Diakonievereins Krumbachs. Hochkonzentriert warfen die fünf Jungs und ein Mädchen mit Bällen, jonglierten gleichzeitig mit Ringen und mit mehreren Keulen und warfen sich unter Positionsänderungen die Spielobjekte zu. Wie Leiter Hubert Plepla erklärte, sind für diese artistischen Darbietungen eine mehrjährige Vorbereitung, Geschick und viel Üben erforderlich.

Zirkusluft durften die Zuschauer bei den Jongleurvorführungen der Jongliergruppe JuggleKRU des Diakonievereins Krumbach, Projekt Starke Kids in Krumbach schnuppern.
Bild: Werner Glogger

Musikalisch begleitete die vierköpfige Vocalsection von Bartender’s Best die kleinen Pausen und den Verzehr der zwischendurch angebotenen kulinarischen Köstlichkeiten. Bevor Vorsitzender Grimm dem „tollen Team“, das den Abend so großartig vorbereitet und durchgeführt hat, dankte, folgte die Verleihung des Ehrenamtspreises für zehn, fünfzehn, zwanzig und mehr Jahre aktive Jugendarbeit.

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