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Bibertal

25.01.2019

Kanäle und Straßen in Bibertal müssen saniert werden

In Bibertal müssen Kanäle und Straßen saniert werden.
Bild: Bernhard Weizenegger (Symbolbild)

Welche Arbeiten in der Gemeinde gleich ausgeführt werden und welche noch warten müssen.

Mit möglichen Sanierungsprojekten für Kanal, Wasser und Straßenbau befasste sich der Bau- und Umweltausschuss in seiner jüngsten Sitzung. Eigentlich bereitet die Verwaltung gerade das Kanalkataster vor, das nach Fertigstellung auch die Notwendigkeit einer Sanierung priorisiert. Doch so lange will man in Bibertal nicht warten.

Die Verwaltung macht drei Straßen aus, die sich schon heute zur Sanierung anböten. Das waren die Drillstraße in Schneckenhofen, die Pfarrstraße in Anhofen und der Spitzweg in Bühl. „In allen drei Straßen sind Kanal und Wasserleitung alt. Ein positiver Effekt auf den hohen Fremdwassereintrag können wir aber nicht erwarten“, sagte Bürgermeister Oliver Preußner.

In der Drillstraße wurde der Kanal Anfang der 1970er-Jahre gelegt, könnte aber laut Beschlussvorlage grabenlos saniert werden für geschätzte 100000 Euro. Die Wasserleitung käme auf 85000 Euro. Die Fahrbahn weist so viele Schäden auf, dass man im Rathaus mit einem Vollausbau für 400000 Euro rechnet. Eine neue Bushaltestelle (40000 Euro) für die Schulkinder und ein deutliches Plus an Verkehrssicherheit für Schüler sollten in der Maßnahme ebenfalls enthalten sein. Etwas mehr als 600000 Euro kämen zusammen.

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Ein Zusatz führte zu Schmunzeln und Lachern

„Während die Kosten für Abwasserbeseitigung und Wasserversorgung in Gebührenkalkulation einfließen, fehlen beim Straßenausbau die Beiträge der Anlieger“, wies Bürgermeister Preußner auf die Finanzierungslücke hin, die sich mit Abschaffung der Straßenausbaubeiträge im Jahr 2018 ergibt. Die Anliegerbeiträge sollen eine Straßenausbaupauschale ersetzen.

„So wurde es in einem Schreiben aus München angekündigt. Für alle bayerischen Kommunen stehen dafür heuer erstmals 35 Millionen Euro bereit, 2020 sollen es 85 Millionen sein. Aufgeteilt wird nach einem Schlüssel aus Siedlungsfläche und durchschnittlichen Einnahmen aus Straßenausbaubeiträgen in den letzten zehn Jahren“, informierte Preußner. Der Zusatz „es gibt mindestens 10000 Euro“ führte zu Schmunzeln und deutlich vernehmbaren Lachern.

Die Wahl fiel auf die Drillstraße

„Die Anlieger sind bei allen drei Maßnahmen außen vor. Das ist mit früher nicht vergleichbar“, befand Preußner. Und doch entschied sich der Bauausschuss, wenigstens ein Projekt anzupacken. Die Wahl fiel einstimmig auf die Drillstraße in Schneckenhofen. Am ehesten hätte noch der Spitzweg in Bühl eine Chance gehabt, da er in jüngerer Vergangenheit durch eine Vielzahl von Wasserrohrbrüchen aufgefallen war.

Grabenlose Kanalsanierung, neue Wasserleitungen und ein Vollausbau der Straßen hätten geschätzte 850000 Euro gekostet. Ebenfalls noch warten muss die Pfarrstraße in Anhofen, mit einer der ältesten Wasserleitungen in Bibertal. Eine grabenlose Kanalsanierung, Wasserversorgung, Straßen-Vollausbau und ein Zuschlag für aufwendigere Straßenentwässerung würden sich auf Bruttobaukosten in Höhe von 840000 Euro summieren.

Ein Zeitungsbericht war Anlass zum Nachhaken

Ein Bericht aus dem Gemeinderat Bubesheim in unserer Zeitung war für Manfred Kammerer der Anlass nachzuhaken, dass es doch eine „Sauerei und eine Belastung für Bibertal sei, wenn Schwerlastverkehr wegen Günzburger Beschilderung über Bubesheim, Schneckenhofen, Kissendorf, Bühl und Echlishausen schließlich ins Areal Pro nach Leipheim komme“. Der Bürgermeister versprach, das zu überprüfen.

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