Kunst

26.10.2015

Klein, aber fein

Sie gehören zu dem Team, das sich immer wieder selbstlos dafür einsetzt, eine attraktive Off-Art Ausstellung präsentieren zu können: Die Vorsitzenden der KV Off-Art Ralf Strassner (links) und Karen Steifensand und Theo Krötzinger (rechts), der sich um die Verköstigung der Gäste verdient machte.
Bild: Adlassnig

Jahresschau des Vereins Off-Art in Burgau zeigt großes Können im Miniaturformat

Die traditionelle Jahresausstellung der Künstlervereinigung (KV) Off-Art hat in der Burgauer Galerie Groß wieder ihre Pforten geöffnet. 90 Bilder, 30 Objekte, 26 Künstler überwiegend aus dem Landkreis Günzburg oder doch mit ihm verbunden: Vorsitzender Ralf Strassner durfte auch heuer wieder zufrieden sein mit dieser Resonanz der Kunstschaffenden trotz einer Einschränkung. Der Vorsitzende hatte die Devise ausgegeben: kleines Format, maximal DIN A4. Das entspricht nicht immer dem schöpferischen Willen der ausstellenden Maler, doch es ist den Räumlichkeiten geschuldet. Schließlich sollte möglichst vielen der kreativen Mitglieder die Chance geboten werden, einige ihrer Werke zu präsentieren.

Es habe durchaus auch Vorteile für die Ausstellung und den Künstler, mit solchen Vorgaben zu arbeiten, meint Karen Steifensand, die mit drei bierdeckelgroßen, mit dem Haarpinsel gemalten Miniaturen dabei ist. Das Kleinformat sichere neue Werke für die Ausstellung und stelle oftmals neue Herausforderungen an den Künstler.

So zahlreich die Kunstschaffenden, unter ihnen wieder auch neue Mitglieder, wie Gabriele Holzgraefe mit Tierbildern in Öl, so bunt gestreut die Themen, Techniken und Stilrichtungen. „Ich hoffe, es ist für jeden Geschmack was dabei,“ stellte Strassner in einer kleinen Einführung zur Ausstellung fest.

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Eine solch umfassende Ausstellung und Eröffnungsfeier zu organisieren, erfordert viel Einsatz von den Vereinsmitgliedern, die auch in diesem Herbst wieder viele Stunden damit zugebracht haben die eingereichten Bilder und Objekte zu einer ansprechenden Ausstellung zu harmonisieren.

Dennoch wird vom Besucher Konzentration gefordert, wenn er durch die drei Aussstellungsräume bummelt. Bis zu fünf Bilder oder Objekte pro Künstler – eine Ausnahme bildet lediglich Roland Bögner mit seinen zwölf kleinformatigen Sternzeichenobjekten – da heißt es immer wieder, sich neu einstellen, den Blickwinkel ändern, offen bleiben. Die Schaffensbreite reicht von den altmeisterlichen Stillleben Dieter Moravecs und einigen wenigen Ölgemälden über Radierungen und Tuschzeichnungen bis zu Gouachen, Collagen, Aquarellen und Mischtechniken. Ralf Strassner hat beispielsweise zu seinen Illustrationen griechischer Mythologie die zugrunde liegenden Texte in Hexameter gestellt. Die Stilrichtungen umfassen Anklänge an den Jugendstil (Rolf Eichelmann), Surrealismus, Naturalismus, Abstrahierende Kunst, Karikatur und Zeichnungen im Stil der Bands Dessinés.

Ralf Strassner empfahl den Vernissagegästen angesichts dieser Vielfalt, sich auf den eigenen Geschmack zu verlassen und nicht über mögliche Wertigkeiten zu sinnieren. „Kunst ist Geschmackssache“ postulierte er schlussendlich und verwies darauf, dass die Künstler dank der kleinen Formate natürlich auch kleinere Preise verlangen werden. Das eröffnet auch Einsteigern die Möglichkeit, sich ein Originalgemälde zu leisten.

in der Burgauer Galerie Groß, Norbert Schuster-Straße 6, dauert noch bis 15. November.

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