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Günzburg

25.12.2020

Kommt ein Getränkeverkaufsstand im Turniergarten?

Die Skulptur „Tor“ des Mannheimer Künstlers Günter Braun weist den Weg zum Turniergarten an der Westseite von Schloss Günzburg.
Bild: Bernhard Weizenegger

Plus Wie die Planungen in Günzburg rund um den Turniergarten aussehen und welche Maßnahme von einer Stadträtin als Highlight bezeichnet wird.

Seit Juli 2017 wird auf der Baustelle des Schlosses Günzburg gearbeitet. Der erste Bauabschnitt umfasste den Westflügel, welcher im September 2019 nach mehr als zweijähriger Bauzeit eröffnet wurde. Seitdem ist der zweite Bauabschnitt an der Reihe, welcher das Hauptgebäude und den Südflügel beinhaltet. Und im nächsten Jahr soll der westliche Schlosshofzugang mitsamt Turniergarten neu gestaltet werden. Optisch wird sich einiges verändern.

Öffnen soll sich der alte Torzugang zum Schloss vom Turniergarten aus. Die Planung sieht vor, die Natursteinmauer der bestehenden Rampenanlage bis zum neuen Zugang weiter zu führen. Es entsteht ein Balkon im Vorfeld des Turniergartens als Auftakt der neuen Wegeführung. Stadträtin Angelika Fischer (GBL/Grüne) bezeichnete diese Terrasse in der jüngsten Sitzung gar als Highlight der Planung: „Das wird eine ganz große Aufwertung für das Areal sein.“ Von dieser als Balkon oder Terrasse bezeichneten Fläche führt eine lange Treppe in den Turniergarten, der als ruhige Wiesenfläche naturbelassen gestaltet wird.

Feuerwehrzufahrt entlang der westlichen Schlossfassade in Günzburg

Entlang der westlichen Schlossfassade muss die Feuerwehrzufahrt laut Stadtverwaltung wieder hergestellt werden. Diese wird genutzt, um den Bereich als „attraktive Promenade“ bis zum nördlich angrenzenden Museumshof zu gestalten. Einzelne Sitzbänke sollen dazu beitragen, einen attraktiven Aufenthaltsbereich zu generieren.

Die Günzburger Stadträte lobten die angedachten Maßnahmen und hatten zum Teil noch zusätzliche Ideen. Hans Kaltenecker (UWB) bezeichnete das Areal als den „Platz mit dem schönsten Blick Richtung Westen und dem schönsten Sonnenuntergang“. Er könne sich vorstellen, dort kleinere Konzerte zu ermöglichen und Sonnenstühle aufzustellen. Noch einen Schritt weiter ging Michael Jahn (SPD).

Der 25-Jährige regte im Turniergarten einen kleinen Ausschank ohne feste Bestuhlung an. Dadurch könne die Aufenthaltsqualität an dem „schönsten Fleckchen der Stadt“ noch ein Stück weiter gesteigert werden. Damit unterstützt er einen Vorschlag der Jusos, in dem er auch Mitglied ist, die sich für einen Getränkeverkaufsstand aussprechen. „Dieser Fleck Günzburg hat eine besonders hohe Aufenthaltsqualität. Trotzdem ist der Turniergarten in den letzten Jahren in eine Art Dornröschenschlaf verfallen und wird nur gelegentlich und durch ortskundige Günzburger für einen Spaziergang oder eine kurze Pause auf einer der wenigen Bänke genutzt“ teilt der Vorsitzende der Günzburger Jusos Jonas Klingauf mit.

Günzburger Turniergarten als Begegnungsort für Jung und Alt

Auch wollen die Jusos in ihrem Antrag, dass ihre Idee nachhaltig für die Bürger und die Natur umgesetzt wird. Sie fordern deswegen, dass die Getränke in wiederverwertbaren Behältern aus Glas oder Keramik ausgeschenkt und dafür Pfand verlangt werden muss, um Müllprobleme auf der Parkanlage zu vermeiden. Michael Jahn sagt dazu: „Durch unseren Antrag wollen wir nicht nur den schönen Turniergarten aufwerten und als Begegnungsort für Jung und Alt gestalten, vielmehr bietet diese Örtlichkeit auch eine fast perfekte Möglichkeit, den Günzburger Kultursommer nicht nur am Marktplatz, sondern auch auf dem Turniergarten mit Liegemöglichkeiten und einem wunderschönen Ausblick genießen zu können.“ Ob solch ein Verkaufsstand realisiert wird, ist noch nicht entschieden.

Klar ist hingegen, dass die vom Stadtrat einstimmig beschlossene Neugestaltung des Turniergartens samt dem westlichen Schlosshofzugang Kosten in Höhe von 345.000 Euro für die Stadt bedeuten. Da diese voraussichtlich mit 60 Prozent bezuschusst werden, bleiben am Ende „nur“ 138.000 Euro. Ruth Abmayr (Freie Wähler) hatte zwar angesichts der vielen Wünsche der Stadt Günzburg für 2021 so ihre Bauchschmerzen mit dem Vorhaben, stimmte der Neugestaltung aber letztendlich doch zu. Oberbürgermeister Gerhard Jauernig sprach von einer am Ende „preiswerten Entscheidung“, da die vorhandene Baustelleneinrichtung wegen der Schlosssanierung genutzt werden könne und so ein Synergieeffekt bestehe.

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