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Energie

20.11.2019

Mehr Solarstrom von Kreisdächern

Der zuständige Ausschuss findet das gut. Warum der Grünen-Antrag aber abgelehnt wird

Im Grundsatz waren sich die Sprecher aller Fraktionen einig: Der Landkreis Günzburg kann und muss noch mehr tun, um zusätzlichen Solarstrom zu produzieren. Auf den Dächern der kreiseigenen Gebäude und auf den Gebäuden der Eigenbetriebe des Landkreises sollen weitere Fotovoltaikanlagen installiert werden. Das hat die Fraktion der Grünen beantragt. Vor allem aus einem Grund ist die Forderung im Kreisausschuss aber mehrheitlich abgelehnt worden.

Landrat Hubert Hafner legte zunächst Wert auf die Feststellung, dass der Landkreis in Sachen Solarstrom schon seit Längerem aktiv sei. Auf insgesamt zwölf Gebäuden des Landkreises und seiner Eigenbetriebe seien bereits Fotovoltaikanlagen angebracht worden, etwa auf dem Landratsamt, auf Schulen oder den Wertstoffhöfen. Der Antrag der Grünen gehe in die richtige Richtung, erklärte nicht nur der CSU-Fraktionsvorsitzende Hans Reichhart. Dessen Umsetzung sei derzeit allerdings schwierig, betonte auch der Landrat: „Wir haben im Bauamt zu wenig Personal.“

Jüngste Stellenausschreibungen hätten keinen Erfolg gebracht, Schwierigkeiten habe der Landkreis deshalb bereits bei etlichen wichtigen Großprojekten, etwa dem Neubau des Wahl-Linderschen Altenheims in Günzburg, bei der Sanierung einiger Schulen oder der Modernisierung des Hallenbades in Leipheim. Hafner betonte, auch ihm wäre es lieber, manche Dinge gingen zügiger voran.

Der Antrag der Grünen fand letztlich keine Mehrheit, weil Grünen-Kreisrat Maximilian Deisenhofer und auch der SPD-Fraktionsvorsitzende Gerd Olbrich forderten, binnen eines Jahres solle die Bauverwaltung des Landkreises eine Liste vorlegen, der zu entnehmen ist, auf welchen Gebäuden weitere Fotovoltaikanlagen angebracht werden könnten. „Ohne ein zeitliches Limit“ sei die Aussage, der Landkreis werde sein Möglichstes tun, nur „wenig ambitioniert“, erklärten Deisenhofer und Olbrich.

Die Mehrheit des Ausschusses folgte dem Beschlussvorschlag der Kreisverwaltung, keine zeitlichen Fristen festzulegen. Und damit der Aussage des Landrats: „Wir können leider nicht zaubern.“ (kai)

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