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Polizei

23.01.2020

Mutmaßliche Spielhalleneinbrecher in Günzburg festgenommen

In Günzburg sind zu Beginn der Woche zwei Männer festgenommen worden, die einer bundesweit agierenden Einbrecherbande nicht nur angehören, sondern führende Köpfe dieser Bande sein sollen. Spielhallen waren das Ziel.
Bild: Ralf Lienert (Symbolbild)

Spezialkräfte greifen zu: Bei den Männern soll es sich um führende Köpfe einer bundesweit tätigen Bande handeln.

Am Montag in den frühen Morgenstunde klickten die Handschellen auf einem Parkplatz an der Wilhelm-Maybach-Straße in Günzburg. Wie am Mittwoch bekannt wurde, nahmen Spezialkräfte der Polizei zwei 29 und 37 Jahre alte Männer fest, die keinen Widerstand leisteten. Offensichtlich waren sie von dem Zugriff überrascht. Ob sie bewaffnet waren, wollte der Sprecher des für die Ermittlungen zuständigen Polizeipräsidiums Niederbayern nicht sagen.

Niederbayern und Schwaben liegen in diesem Fall ganz nah. Die beiden Männer sind nach den Erkenntnissen der Polizei zwei führende Köpfe einer bundesweit agierenden Einbrecherbande. Nach den bisherigen Ermittlungen wird die ausschließlich aus rumänischen Staatsbürgern zusammengeschlossene Tätergruppe für bislang insgesamt 17 Einbrüche in Spielhallen im gesamten Bundesgebiet verantwortlich gemacht. Der dabei verursachte Beute- und Sachschaden beläuft sich nach Einschätzung der Polizei auf insgesamt circa 500.000 Euro.

Ein Einbruch im Kreis Passau war der Ausgangspunkt

Ausgangspunkt für die Aufnahme der Ermittlungen war ein Einbruch am 5. November vergangenen Jahres in eine Spielhalle im niederbayerischen Pocking (Landkreis Passau) mit einer Beute im hohen fünfstelligen Bereich und ein versuchter Spielhalleneinbruch tags zuvor in Kirchdorf am Inn.

Mutmaßliche Spielhalleneinbrecher in Günzburg festgenommen

Ähnlich gelagerte Fälle wurden von der Kripo verglichen. Dabei wurde beispielsweise die Vorgehensweise der Täter untersucht. Auch Spielhalleneinbrüche in Untermeitingen (Kreis Augsburg) Mitte Januar und in Neu-Ulm vom August 2019 sollen auf das Konto der Bande gehen.

Die Männer wurden am Dienstag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Passau der Ermittlungsrichterin beim Amtsgericht Passau vorgeführt. Sie erließ für beide mutmaßlichen Einbrecher Haftbefehle. Die Rumänen wurden anschließend in verschiedene Justizvollzugsanstalten eingeliefert. In welchen Gefängnissen sie in Untersuchungshaft sitzen, wollte die Polizei nicht bekannt geben. (ioa, zg)

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