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Jettingen-Scheppach

17.11.2017

Neue Bewohner im Ochsenweiher

Roland Paravicini von der Fischereifachberatung und Revierleiter Hermann Ripka (rechts) haben im Ochsenweiher bei Freihalden Bitterlinge, die auf der Roten Liste stehen, eingesetzt.
Bild: Hubert Droste/Forstbetrieb

Warum im Gewässer bei Freihalden bedrohte Tierarten eingesetzt werden.

Der Ochsenweiher bei Freihalden füllt sich weiter mit vor dem Aussterben bedrohten Tierarten. Nachdem die Bayerischen Staatsforsten, die für den zwei Hektar großen ehemaligen Fischzuchtteich des Grafen von Stauffenberg zuständig sind, bereits 2016 Edelkrebse in das Gewässer eingesetzt haben, folgten jetzt Bitterlinge. Es ist eine Karpfenart, die ebenfalls auf der Roten Liste steht.

Damit der Ochsenweiher nicht verlandete, hat der Forstbetrieb Zusmarshausen 2013 den Weiher abgelassen und in einer aufwendigen Aktion den Schlick ausgebaggert und den Damm repariert (wir berichteten). Seit der Sanierung habe sich der Weiher wieder zu einem Lebensraum für viele Wasservögel und Amphibien entwickelt. Bereits 2016 wurden vom Forstbetrieb mit der Fischereifachberatung des Bezirks Schwaben Edelkrebse eingesetzt. Der Fluss- oder Edelkrebs kam früher in Mitteleuropa fast überall vor. Heute sind die heimischen Krebse durch die Einschleppung einer ausländischen Krebsart und der von ihr übertragenen Krebspest fast völlig verschwunden. Edelkrebse sind aber besonders wichtig für intakte Ökosysteme.

Um den Lebensraum noch weiter aufzuwerten, hat der Forstbetrieb jetzt mit der Fischereifachberatung Bitterlinge eingesetzt. Dabei handelt es sich um Karpfenfische, die sechs bis neun Zentimeter groß werden. Sie leben in einer Symbiose mit Teichmuscheln, beide stehen auf der Roten Liste gefährdeter Arten in Deutschland. Die neuen Bewohner kommen vom schwäbischen Fischereihof Salgen. Roland Paravicini von der Fischereifachberatung und Revierleiter Hermann Ripka sind zuversichtlich, dass sich die Bitterlinge gut einleben werden. zg

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