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Burgau

18.06.2015

Neue Räume für das Neue Theater Burgau

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2 Bilder
Die neuen Räume des Theaters werden sich vielseitig nutzen lassen.
Bild: Rolf Eichelmann

Wegen Problemen mit dem jetzigen Vermieter war die Zukunft lange ungewiss. Jetzt gibt es aber doch noch eine Lösung.

Bereits vor einem Jahr war beim Neuen Theater Burgau angedeutet worden, dass es immer wieder Schwierigkeiten mit dem Vermieter des umgebauten „Jaserstadels“ an der Tellerstraße gebe. Angeblich soll der auf sechs Jahre laufende Mietvertrag, der im April 2017 endet, nicht verlängert werden. Was nach dem Umzug vom Kramerhof an die Tellerstraße mit den Umbaumaßnahmen so vielversprechend begonnen hatte, bereitete nach und nach immer mehr Probleme. Es habe sogar einen anwaltlichen Schriftwechsel gegeben. Das war jetzt auch das bestimmende Thema bei der Mitgliederversammlung des Fördervereins.

Anwohner hätten sich aber nie beschwert, von einer Lärmbelästigung habe nie jemand gesprochen, hieß es. Sogar ein Schallgutachten sei erstellt worden. Robert Baumeister, Vorsitzender des Fördervereins, betonte: Weder der Verein noch die Stadt Burgau hätten Erfolg damit gehabt, das Gespräch mit dem Vermieter zu suchen. „Kein Gesprächsbedarf“, habe es immer wieder geheißen. Auch gegenüber unserer Zeitung war der Vermieter trotz mehrerer Versuche telefonisch nicht erreichbar. „Wir müssen uns Klarheit verschaffen, bevor der Mietvertrag ausläuft“, erklärte Baumeister. Die dürfte es nun geben.

Seine Frau und er haben das Gebäude des ehemaligen Teppich- und Gardinengeschäftes an der Robert-Bosch-Straße 2 gekauft und stellen die Räumlichkeiten – es sind knapp 600 Quadratmeter samt Foyer, Nebenräumen und Spielfläche – dem Neuen Theater Burgau nach einem Umbau zur Verfügung. Mitte des nächsten Jahres soll dieser abgeschlossen sein. Die Planung wurde von Architekt Rolf Eichelmann übernommen.

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Ein vielseitig verwendbarer Raum

Entstehen soll eine dreiseitig offene Bühne, die je nach Stück auf- oder abgebaut werden kann. Es soll 80 Plätze an Tischen und Stühlen auf der vorderen Ebene sowie Stufensitze geben, die bei Bedarf Platz für weitere 100 Besucher bieten. „Wir wollen in keinster Weise Konkurrenz für die Kapuzinerhalle sein“, betonte Robert Baumeister. Primär werde Theater gespielt, ein gewisser Bereich sei aber auch der Musik oder der Kombination von Musik und Theater gewidmet. Sogar ein Musikraum steht künftig zur Verfügung. Von einer Ungewissheit über die Zukunft des Neuen Theaters gibt es somit keine Spur mehr, was die Mitglieder mit ihrem Beifall quittierten.

Dass das Theater einiges vor hat, konnten Dörte Trauzeddel und Vera Hupfauer bestätigen: Unter anderem wird am Donnerstag, 25. Juni, im Schlosshof die Premiere des Stückes „Ich bin wie Ihr, ich liebe Äpfel“ gefeiert. Es ist ein wortgewaltiges und zeitgenössisches Stück von Theresia Walser. Am ersten Burgauer Kultursommer, der vom 23. bis 26. Juli veranstaltet wird, will sich das Neue Theater am 26. Juli mit dem Stück „Der Fischer und seine Frau“ beteiligen.

Projekt mit Hermann Skibbe geplant

Im Dezember wird dann noch das Jugendtheater das Stück „Alice im Wunderland“ aufführen. Und einer der weiteren Höhepunkte in der Zukunft wird das Zusammenbringen von Musik und Schauspiel mit dem Stück „Rapunzel“ sein. Es ist ein Projekt mit Hermann Skibbe – aber kein Märchen, sondern die Inszenierung und Interpretation des Eingesperrtseins durch die digitalen Interessen der heutigen Zeit.

Der Förderverein hat derzeit rund 80 Mitglieder und konnte während der vergangenen Jahre konstant Neuzugänge verzeichnen. Dass das Neue Theater mittlerweile zu einem Aushängeschild für die Stadt Burgau geworden ist, lässt sich nicht bestreiten. Und eines steht fest, wie es bei der Versammlung hieß: Das Raum-Thema ist nun abgeschlossen. „Wir lassen uns nicht in die Enge treiben.“

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