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Leipheim

22.06.2015

Neuer Damm soll die Kohlplatte schützen

Der Donaudamm in Leipheim westlich des Sportstadions, der im Hochwasserfall das Baugebiet Kohlplatte schützen soll, ist für ein sogenanntes hundertjähriges Ereignis nicht ausreichen intakt.
Bild: Bernhard Weizenegger (Archiv)

Der erste Schritt ist getan: Der Leipheimer Stadtrat hat der Kostenvereinbarung für den Hochwasserschutz zugestimmt. Es wird ein Millionenprojekt.

Jetzt ist klar: Leipheim bekommt einen neuen Damm zum Schutz vor Donauhochwasser. Die Planungen haben begonnen. Doch bis der Deich steht, wird es noch mehrere Jahre dauern.

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Nach den Hochwasserkatastrophen im Sommer 2002 hat der Gesetzgeber beschlossen, dass die möglichen Überschwemmungsgebiete entlang der Flüsse neu berechnet und kartiert werden müssen. Und zwar auf der Basis eines 100-jährlichen Hochwassers (HQ 100). Zuvor beruhten die Festsetzungen auf einem HQ 50, also einem weniger starken Hochwasser. Nach den neuen Berechnungen ist das Wohngebiet Kohlplatte nun Überschwemmungsgebiet. Das hat Folgen für die Bewohner. Sie können ihre Häuser nicht oder nur sehr teuer versichern und müssen zum Beispiel Heizöltanks besonders sichern.

Um die Siedlung vor einem HQ 100 zu schützen – und sie von der Last eines Überschwemmungsgebiets zu befreien –, müsste der bestehende Damm 60 bis 80 Zentimeter höher sein. In den vergangenen Jahren ist er außerdem durch die Wurzeln der Bäume instabil geworden. Deshalb soll der Deich nun neu gebaut werden, und zwar weiter nördlich am Rand des Auwalds, um eine zusätzliche Retentionsfläche zu schaffen, erklärt Ulrich Kost vom Wasserwirtschaftsamt Donauwörth. Er soll südlich der Kohlplattensiedlung zwischen Riedheimer Straße und Autobahn entstehen. Im Bereich des Sportheims und der Riedheimer Straße sind mobile Elemente für den Hochwasserschutz geplant. Alternativ dazu könnte beim Sportheim der Deich in südliche Richtung um die Sportanlage herum geführt werden. Details stehen noch nicht fest. Für Bürgermeister Christian Konrad ist es wichtig, dass auch das Grundwasser betrachtet wird, denn damit gibt es bei Hochwasser in dem Wohngebiet immer wieder Probleme.

Der erste Schritt für den Neubau ist jetzt getan. Der Stadtrat hat dem Abschluss einer Planungskostenvereinbarung mit dem Freistaat Bayern zugestimmt. Darin ist geregelt, dass die Stadt die Hälfte der Planungskosten trägt. Diese Entwurfs- und Genehmigungsplanung einschließlich Wasserrechtsverfahren soll in diesem und dem nächsten Jahr stattfinden und 175000 Euro kosten. 2017 und 2018 soll der neue Hochwasserdeich dann gebaut werden. Kosten laut Ulrich Kost: etwa 2,1 Millionen Euro. Auch davon muss die Stadt die Hälfte bezahlen.

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