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Medizin

04.04.2019

Neurochirurgen bringen sich in Günzburg auf den neuesten Stand

Seit 20 Jahren findet der Nervkurs der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie am Bezirkskrankenhaus Günzburg statt. Führende Mediziner aus ganz Deutschland bilden sich dabei fort. Dabei wird auch live operiert.
Bild: Rudi Müller

Der Nervkurs der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie feierte ein kleines Jubiläum: Seit 20 Jahren bilden sich am Bezirkskrankenhaus führende Ärzte fort

Die Sektion „Periphere Nervenchirurgie“ an der Neurochirurgischen Klinik des Bezirkskrankenhauses (BKH) Günzburg hat unlängst den 20. Nervkurs der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie organisiert – ein kleines Jubiläum, wie es in einer Pressemitteilung des Bezirkskrankenhauses heißt. Seit dem Jahr 2000 ist Prof. Dr. Gregor Antoniadis für diese Veranstaltungen verantwortlich.

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Nach Angaben des Leiters der Abteilung „Periphere Nervenchirurgie“ haben in den zwei Jahrzehnten insgesamt 409 Neurochirurgen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg diese Nervkurse in der Günzburger Klinik besucht. Sie erhielten somit eine Grundausbildung auf dem Gebiet der peripheren Nervenchirurgie. Unter den Teilnehmern waren Direktoren von Universitätskliniken, Chefärzte, Oberärzte, Assistenzärzte und niedergelassene Neurochirurgen. „Ein großer Teil der Teilnehmer der letzten Nervkurse hat inzwischen in ihren eigenen Kliniken erfolgreich spezielle Ambulanzen für Nervenverletzungen etabliert und sie führen die notwendigen operativen Eingriffe durch“, berichtet Prof. Antoniadis.

Bei diesen dreitägigen Veranstaltungen, die jedes Jahr stattfinden und bei denen jeweils nur 25 Neurochirurgen zugelassen werden, wird das gesamte Gebiet der Nervenchirurgie anhand von Vorträgen, anatomischen Präparationen, Diskussionsrunden, Live-Operationen im neurochirurgischen OP-Trakt Günzburg und mikrochirurgischen Nervennahtübungen angeboten.

Neurochirurgen bringen sich in Günzburg auf den neuesten Stand

49 namhafte Referenten aus dem ganzen Bundesgebiet waren bislang nach Angaben des Bezirkskrankenhauses daran beteiligt. Wie der Organisator weiter mitteilt, hätten Befragungen und Bewertungen ergeben, dass der Günzburger Nervkurs zu den beliebtesten neurochirurgischen Ausbildungsveranstaltungen in Deutschland gehört.

Die Sektion „Periphere Nervenchirurgie“ gilt als bundesweit führend, was die Behandlung von Verletzungen von Nerven außerhalb des Schädels (deshalb „peripher“) angeht. Die Abteilung des BKH Günzburg, die zur Uniklinik Ulm gehört, ist international und interkontinental vernetzt. So war das „German-South-American Meeting“, das 2015 auf Initiative der Günzburger Sektion erstmalig in Günzburg stattfand, sehr erfolgreich. Bei diesem Treffen nahmen Experten auf dem Gebiet der peripheren Nerven aus Europa, Süd- und Nordamerika teil. 2017 wurde das zweite Meeting in Rio de Janeiro organisiert. Das dritte dieser Treffen ist im November 2019 in der Charité in Berlin vorgesehen und wird von der Günzburger Klinik mitorganisiert.

Seit dem Jahr 2003 finden auch jährlich diagnostische Seminare für Verletzungen von peripheren Nerven der Sektion „Periphere Nervenchirurgie“ im Wissenschaftszentrum Schloss Reisensburg statt. An diesen Veranstaltungen nehmen interessierte Neurochirurgen und Neurologen teil. (zg)

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