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Landkreis Günzburg

08.09.2018

Noch mangelt es nicht an Lehrern

Offenbar sind die Voraussetzungen für den Landkreis Günzburg geschaffen, dass im bald beginnenden Schuljahr möglichst wenig Unterricht ausfällt.
Bild: Caroline Seidel, dpa

Wie die Schulleiter in der Region Günzburg die Situation beurteilen und wie das Kultusministerium vorsorgt.

Vom viel diskutierten Lehrermangel sei an den Grund-und Mittelschulen des Landkreises keine Spur, versicherte vor Kurzem Schulamtsleiter Josef Seibold. Auch an den staatlichen Realschulen, Gymnasien sowie den Fachoberschulen und den Berufsoberschulen in Landkreis sei die Unterrichtsversorgung gesichert, teilt das Kultusministerium nun auf Anfrage mit.

Eine Konstanz im Lehrerteam hält Andreas Eberle, Direktor des St.-Thomas-Gymnasiums Wettenhausen, für „zwingend nötig“ für einen guten Schulbetrieb. 596 Gymnasiasten werden es im neuen Schuljahr in Wettenhausen sein, darunter 94 Fünftklässler in drei Klassen. Sein Haus sei „optimal versorgt“, sagt der Schulleiter, man habe zwei neue Lehrkräfte und manche Teilzeitkräfte hätten aufgestockt. Was Eberle sehr freut: Niemand habe sich aus Wettenhausen wegversetzten lassen.

Auch Christian Hörtrich, Direktor der Maria-Ward-Schulen in Günzburg, antwortet auf die Frage nach der Ausstattung mit Lehrkräften: „Es passt alles.“ Die Realschule habe schon einen größeren Generationswechsel hinter sich. Der stehe auch im Gymnasium bald an, wenn die Lehrer in Ruhestand gehen, die als Nachfolge für die Klosterfrauen den Unterricht übernommen haben. „Wir werden uns stark verjüngen“, sagt Hörtrich. Dass es zu einige Lehrer gibt, sei eventuell im Zusammenhang mit dem wieder eingeführten neunstufigen Gymnasium denkbar.

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Überrascht über die Entwicklung

Im Maria-Ward-Gymnasium werden im neuen Schuljahr bei insgesamt 412 Schülern 79 Fünftklässler erwartet, davon 27 Buben. Die Maria-Ward-Realschule rechnet mit insgesamt 402 Schülern, davon 83 Fünftklässler in drei Klassen. Unter den Neuen werden 32 Buben sein. „Überraschend, dass das so hochgeschnellt ist“, sagt Christian Hörtrich dazu.

96 Fünftklässler erwartet das Günzburger Dossenberger-Gymnasium zum Start in das Schuljahr 2018/2019, bei insgesamt 850 Schülern. Die Zahl „kann sich jeden Tag noch ändern“, sagt Direktor Peter Lang.

Während es für Grund-und Mittelschulen die „Mobile Reserve“ gibt, die in Krankheitsfällen einspringt, hat das Kultusministerium für die Realschulen und Gymnasien eine „integrierte Lehrerreserve“ eingerichtet, wie Elena Schedlbauer, die stellvertretende Sprecherin, mitteilt. In Bayern habe man zum kommenden Schuljahr alle staatlichen Planstellen mit ausgebildeten Lehrkräften neu besetzen können. Zum Schuljahr 2018/2019 stelle der Freistaat 4300 Lehrkräfte neu ein. Die Sprecherin verweist außerdem auf die Zweitqualifizierungsmaßnahme für Realschul- und Gymnasiallehrer, um den Bedarf an Lehrkräften nicht nur in den Mittelschulen, sondern auch an Grund-und Förderschulen zu decken. Mehr als 200 Teilnehmer steigen laut Schedlbauer in diese Zweitqualifizierung ein, um den wachsenden Bedarf an Lehrkräften für Sonderpädagogik zu decken.

Viel Unterricht sollte nicht ausfallen

Zumindest momentan sieht es also so aus, als dürften die Schüler im Landkreis Günzburg sich nicht auf viele ausfallende Unterrichtsstunden freuen. Wie es sich dann tatsächlich entwickelt, wird sich im Lauf des neuen Schuljahres zeigen. Langwierige Krankheitsfälle oder eine starke Grippewelle wie im vergangenen Winter können die Situation schnell ändern.

Im neuen Schuljahr steht nach den aktuellen Planungen am Beruflichen Schulzentrum Günzburg, mit der Außenstelle in Krumbach, ausreichend Lehrpersonal zur Verfügung, um den vorgesehenen Unterricht voll abzudecken, erklärt Karl-Heinz Meyer, Sprecher der Regierung von Schwaben. Bei einem kurzfristig auftretenden Unterrichtsausfall, etwa wegen Krankheit, übernehmen üblicherweise in einem begrenzten Rahmen Kollegen der jeweiligen Fachabteilung die Vertretung. Das Kollegium setze sich aus Lehrern aller Altersstufen zusammen. Die Schulleitung und die Schulaufsicht seien laufend bemüht, ausscheidendes Personal durch Neueinstellungen oder Versetzungen zu ersetzen. So konnte sich die Schule in diesem Jahr in den Bereichen Körperpflege, Bautechnik, Metalltechnik, Wirtschaft und Verwaltung sowie an den Berufsfachschulen personell um fünf Stellen verstärken.

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