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05.06.2009

Paula Print schickt eine Postkarte auf weite Reise

Günzburg "Liebe Entenfreundin Rosa! Schön war es letztes Jahr in den Ferien bei Dir in Hamburg. Zusammen auf der Elbe zu schwimmen und die große Stadt vom Wasser aus anzuschauen, das war prima. Jetzt freue ich mich schon sehr auf die Sommerferien, wenn Du mich besuchst. Da werden wir fröhlich in der Donau paddeln und in meiner Stadt Günzburg etwas unternehmen. Bis bald, Deine Paula."

So, fertig geschrieben ist die Postkarte mit einem hübschen Bild vom Günzburger Marktplatz. Die bunte Briefmarke draufkleben, die genaue Adresse mit der Postleitzahl von Rosa in Hamburg ist natürlich wichtig, und dann ab mit der Karte zum nächsten Briefkasten. "Wie lange wird es wohl dauern, bis die Post bei meiner Freundin in Hamburg ankommt?", überlegt Paula. "Und wer fährt die Karte 1000 Kilometer weit bis in den Norden Deutschlands?"

Die neugierige Zeitungsente watschelt zur Günzburger Poststelle und erfährt vom freundlichen Postbeamten Ludwig Mengele ganz genau, welch weiten Weg ihre kleine Postkarte noch vor sich hat. "Die Briefkästen in unserer Region werden in der Regel zweimal täglich geleert, diese Post aus unserem Gebiet wird dann mit dem Postauto ins große Briefzentrum nach Ulm gebracht", erklärt ihr Herr Mengele geduldig. Im Günzburger Frachtzentrum werden nur die Päckchen und Pakete verladen. In Ulm angekommen, werden die Postkarten und Briefe in einer automatischen Verteilermaschine nach den Postleitzahlen sortiert und in gelbe Postboxen gesteckt. Von Ulm geht die Reise dann mit Lastwagen nach Stuttgart zum Flughafen. "Was, meine kleine Postkarte wird mit dem Flugzeug transportiert?", quakt die Ente fasziniert. "Genau, von Stuttgart aus wird Deine Karte zur großen Luftpostzentrale nach Frankfurt geflogen. Dort findet ein riesiger Postaustausch statt. Die Karten, Briefe und Päckchen werden in viele verschiedene Flieger verladen und reisen von dort aus in die großen Städte Europas, aber auch nach Amerika oder Afrika", erzählt der Postbeamte.

"Und meine kleine Karte landet dann am Hamburger Flughafen und fährt bestimmt auch mit einem Lastwagen weiter", meint Paula Print schlau. Herr Mengele erklärt ihr, dass der Postlaster die Karte zu einem Briefzentrum bringt, dort holt der Postbote die Briefe mit dem Auto ab und fährt sie daraufhin in die Städte und Dörfer, zum Beispiel zu den Wohnhäusern in Hamburg, aber auch zu großen Firmen oder Schulen. "Deine Freundin Rosa wohnt ja im Zentrum von Hamburg, dort wird Deine Postkarte vielleicht sogar noch vom Postboten mit dem Fahrrad vorbeigebracht", schmunzeln Ludwig Mengele und seine Kollegen vom Günzburger Postamt.

Paula Print schickt eine Postkarte auf weite Reise

"Ja, das ist eine tolle Sache, kürzlich durfte ich beim Günzburger Postboten Markus Weißenhorner vorne in den großen Korb seines gelbschwarzen Postfahrrads sitzen und flott eine Runde auf dem Marktplatz mitfahren", schwärmt die Zeitungsente. "Ich kann es kaum glauben, dass meine Karte normalerweise schon am nächsten Tag bei Rosa im Briefkasten steckt."

Unglaublich schnell

Durch die Luftpost funktioniert dieser Transport unglaublich schnell, erklärt Herr Mengele. Früher wurde eine große Menge der Sendungen mit der Eisenbahn transportiert, das ist in Deutschland kaum noch der Fall, in anderen Ländern aber schon. Auf dem Seeweg mit großen Schiffen werden nur Container oder sehr große Pakete transportiert, zum Beispiel von Europa nach Amerika. Paula ist beeindruckt und kann es kaum erwarten, wieder eine Antwort per Brief oder Karte von Rosa zu bekommen. Bis dahin bestaunt sie die verschiedenen, bunten Briefmarken in einem Briefmarkenalbum und träumt von der großen, weiten Welt.

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