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Günzburg/Memmingen

13.02.2015

Räuber bekommt lange Haftstrafe

Ein 26-Jähriger wurde jetzt am Landgericht in Memmingen zu sechseinhalb Jahren verurteilt.
Bild: Alexander Kaya

Das Landgericht Memmingen hat  nach dem Überfall auf eine Spielothek in Günzburg einen 26-Jährigen zu  sechseinhalb Jahren verurteilt.

Sechs Jahre und sechs Monate muss ein 26-jähriger Günzburger ins Gefängnis. Er hatte im August vergangenen Jahres zusammen mit einem weiteren Täter eine Spielothek in Günzburg überfallen und mit einem Messer die Herausgabe von rund 950 Euro erpresst (wir berichteten).

Die erste Strafkammer des Landgerichts Memmingen unter Vorsitz von Richterin Brigitte Grenzstein sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte bei dem Überfall ein echtes Messer mitgeführt hatte. Der mehrfach vorbestrafte Täter hatte angegeben, in einem Biergarten zufällig ein Plastikschwert gefunden zu haben.

Eisern schwieg der Angeklagte zu seinem Komplizen. Er hatte bei seiner Aussage vor Gericht behauptet, den Komplizen zufällig in einem Biergarten getroffen zu haben. Er habe den Mann vorher nur einmal zufällig in Neu-Ulm gesehen und könne keine weiteren Angaben zu dessen Person machen. Selbst gutes Zureden der Richterin, die Preisgabe des Komplizen könnte das Strafmaß reduzieren, hatte keine Wirkung. Der Angeklagte hatte sich bei dem Überfall ein Tuch um das Gesicht gebunden, konnte aber nach einer aufwendigen Fahndung anhand von Bildern der Überwachungskamera identifiziert und verhaftet werden.

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Der zweite Mann hatte den Kopf in einen schwarzen Sack gehüllt und war somit auf den Bildern nicht erkennbar.

Die erste Strafkammer verhängte am zweiten Verhandlungstag eine Gefängnisstrafe von sechs Jahren und sechs Monaten wegen besonders schweren Raubes. Das Gesetz sieht hier einen Strafrahmen von fünf bis 15 Jahren vor.

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