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Handball-Landesliga

25.02.2019

Reifeprüfung der Rasselbande

Zu Recht freuten sich Trainer Udo Mesch (links) und seine Landesliga-Handballer über den Heimsieg. Niederraunau hatte zuvor eine bemerkenswert reife Leistung gezeigt.
Bild: Ernst Mayer

Die junge Mannschaft des TSV Niederraunau berauscht sich selbst und begeistert ihre Fans. Vieles ist ein Verdienst des Trainers.

Begeisterung pur bei Handballern und Fans: Das war die eindeutige Reaktion auf das Landesliga-Heimspiel des TSV Niederraunau gegen die SpVgg Altenerding. Dabei hatte Trainer Udo Mesch vor der Partie im Schulzentrum Krumbach noch „Die liegen uns gar nicht“ geunkt. Er und 350 Zuschauer durften beruhigt sein. Die Gastgeber blieben auch zum zehnten Mal in Folge unbesiegt, gewannen am ende überzeugend 35:28 (17:16).

Mathias Waldmann erwischt einen Sahnetag

„Ohne Mathias geht es immer noch nicht“, war vereinzelt nach dem Spiel auf der Tribüne zu hören. Gemeint war Mathias Waldmann und für einzelne Phasen des Spiels mag das auch gegolten haben. Der Häuptling hatte einfach einen Sahnetag erwischt, machte immer die entscheidenden Tore und glänzte mit seiner Variabilität. Aber man sollte nicht übersehen, dass sich die Youngsters im Team unter Mesch immer weiter entwickeln. Lasse Sadlo ist am Kreis und in der Abwehr eine Bank, auch wenn er dieses Mal, für den Kreisspieler völlig untypisch, immer wieder das hohe Torgebälk ansteuerte. Björn Egger macht als Rechtshänder aus der Halbrechts-Position immer mehr. Oliver Blösch fand als Spielmacher auch in schwierigen Phasen Lösungen und Moritz Hegenbart kann man immer bringen. Sein Wille zum Torerfolg ist grenzenlos und eigentlich kann er sich nur selbst ausbremsen, wenn er zu ungestüm spielt.

Der Torwart kommt zu spät aus China zurück

Überraschend fehlte der in Dietmannsried noch überragende Torwart Maxi Jekle. Beruflich weilte er unter der Woche in China. Sein Rückflug kam einfach zwei Stunden zu spät, um noch einen Einsatz zu planen. Adi Konkel spielte für ihn eine solide Partie und als Backup war A-Jugend-Torwart Maxi Klaußer im Kader.

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Das Spiel begann mit einem tollen Dreher von Lukas Konkel. Raunau ging 4:2 in Führung und hielt diese auch bis zum 10:7, einem klasse Heber von Spielführer Michael Thalhofer. Dann ging plötzlich nichts mehr, Altenerding drehte die Partie zwischenzeitlich. Gerade in dieser Phase war Stephan Auernhammer einfach nicht zu halten. Immerhin: Einen raffinierten Spielzug garnierte Waldmann in letzter Sekunde zur Pausenführung.

Ideen bringen mehr als Brachialgewalt

Dass Raffinesse manchmal mehr bringt als Brachialgewalt zeigte sich beim 25:19. Sadlo hatte einen Konter ans Gebälk gedonnert, Oliver Kiebler vollendete mit einem feinen Kopfleger. Überhaupt hatten sich die Raunauer Jungs diesen Vorsprung mit guten Ideen erarbeitet. Paroli bot da nur noch Kreisläufer-Hüne Bernhard Glas, gegen den die körperlich unterlegenen TSV-Spieler Mühe hatten. Schwieriger wurde eine kurze Phase nach beim 26:22. Eine taktische Manndeckung gegen Thalhofer zeigte Wirkung. Ein paar Angriffe lang wussten die jungen Raunauer nicht so recht, was zu tun ist. Aber Blösch meisterte auch diese Phase. (walp)

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