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Ichenhausen

17.11.2018

SC Ichenhausen will sich in Geretsried Motivation fürs Derby holen

Denis Nickel (links) und Kilian Kustermann hatten in dieser Saison schon viel Grund zum Jubeln.
Bild: Ernst Mayer

Der SC Ichenhausen schaut vor dem Auswärtsspiel schon eine Woche weiter. Doch Geretsried hat einen vielleicht entscheidenden Vorteil.

Die besinnliche Zeit, sie könnte in Ichenhausen schon ein wenig früher beginnen als anderswo. Die Landesligakicker des SCI können jedenfalls in aller Ruhe in die letzten Punktspiele des Jahres gehen. Kein Vergleich zum Vorjahr, als zu diesem Zeitpunkt bereits der dritte Trainer der Saison an der Seitenlinie stand. Heuer sieht die Welt aber mit Platz fünf, zehn Punkten Vorsprung auf die Relegationsränge und einem nahezu kompletten Kader ganz anders aus.

Nicht, dass Abteilungsleiter Henning Tatje all diese Informationen bräuchte, um guter Dinge zu sein. Der gebürtige Oldenburger ist grundsätzlich ein Optimist. Seit einem halben Jahr führt er jetzt die Fußballer des SC Ichenhausen und sagt: „In der Zeit haben wir viele Höhen erlebt, auch ein paar kleinere Tiefen. Aber die Einstellung hat bei unserer jungen Truppe fast immer gestimmt.“ Intern werde viel darüber gesprochen, wie die vor der Saison stark umgebauten Königsblauen alle Erwartungen übertroffen haben. Für Tatje aber kein Grund, abzuheben: „Nach oben schauen wir noch nicht. Das Ziel sind 50 Punkte, die Jungs haben sich das selbst gesteckt.“

Geretsried hat seit kurzem einen neuen Trainer

Ein Blick auf die Tabelle zeigt, dass ein paar Punkte bis zur Winterpause durchaus drin sind. Erster Gegner, bei dem was zu holen sein sollte, ist TuS Geretsried. Die vor der Saison neu in die Südwest-Gruppe eingegliederte Mannschaft ist mit 23 Punkten mittendrin im Kampf um den Klassenerhalt. Zuletzt gab es im Nachbarschaftsderby gegen Wolfratshausen eine deutliche 0:3-Niederlage, nach der Trainer Florian Beham von seinem Posten zurücktrat. Das Duell gegen Ichenhausen wird somit der Einstand des neuen Trainers Stephan Leitner, der zuvor die Geretsrieder Reserve in der Kreisklasse trainiert hatte. Ein Umstand, auf den SCI-Spartenchef Tatje gern verzichtet hätte. „Unter einem neuen Trainer werden die Karten noch einmal neu gemischt. Die Begegnung ist absolut offen.“ Neben dem Trainereffekt sollten die Königsblauen vor allem TuS-Stürmer Srdan Ivkovic fürchten. Der Kroate war an mehr als der Hälfte der 25 Geretsrieder Tore direkt beteiligt.

Beim SCI blickt man aber mit einem Auge auf das Duell in der kommenden Woche. Dann ist nämlich der wiedererstarkte FC Gundelfingen zum Derby im Hindenburgpark zu Gast. „Vor dem Derby zu punkten, das wäre auf jeden Fall gut für die Stimmung“, sagt Henning Tatje. Aber selbst wenn dem SCI in diesem Jahr gar nichts mehr gelingen sollte, darf man sich noch auf einem gemütlichen Punktepolster ausruhen.

In Geretsried wird Ichenhausens Trainer Oliver Unsöld auf fast alle Spieler zurückgreifen können. Nur Yannick Maurer fehlt weiterhin wegen einer Bänderverletzung. Hoffnung macht auch der Blick auf das Hinspiel. Dank eines Doppelpacks von Marco Boyer und einem Jokertor von Mateusz Staron gelang im Juli ein klarer 3:0-Heimsieg.

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