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Blasmusik

15.11.2016

Stadtkapelle Günzburg überzeugt musikalisch und als Verein

Bei ihrem Jahreskonzert ehrte die Stadtkapelle Günzburg verdiente Mitglieder. Hinten von links: Vorsitzender Michael Hartl, Richard Leybrand, Christian Bäuerle, Johanna Wiedemann, Magnus Kempfle, Marcus Keller. Vorne: Ingrid Hartl, Bartolomeo Sabbarese, Kristina Unterweger, Oberbürgermeister Gerhard Jauernig, ASM-Vertreter Michael Fritz, Wolfgang Wimmer.
Bild: Gah

Viel Applaus für die Darbietungen aller drei Orchester

Immer wieder ernteten die Jungmusiker und die große Besetzung der Günzburger Stadtkapelle begeisterten Applaus bei ihrem Jahreskonzert. Die Eröffnung des Abends im Forum am Hofgarten gehörte traditionell den Jungmusikern. In der Schülerkapelle spielen die Jüngsten von ihnen. Und sie zeigten in ihren drei Stücken schon ein perfekt aufeinander abgestimmtes Zusammenspiel. Das erste davon war eine Komposition des Stadtkapellmeisters Lukas Weiss, die erhabene und festliche „Kleine Guntia Fanfare“. Bei der Zugabe, dem Hardrock Blues, ließen sie es richtig krachen. Da setzte sich der erste Vorsitzende Michael Hartl zur Unterstützung gerne ans Schlagzeug.

Poppige Klänge im Wechsel mit Passagen in Moll waren im ersten Stück der Jugendkapelle, „Break up!“ von Thomas Asanger, zu hören. Unter dem Dirigat von Gerhard Kratzer präsentierten die Jugendlichen zudem Balladen und Tanzbares aus Irland in einem Medley von Michael Sweeney. Richtig Dampf steckte in den Blasmusik-Arrangements des Sechziger-Jahre-Hits „Proud Mary“ und des Songs „I will follow him“ aus dem Film Sister Act.

Die Stadtkapelle unter der Leitung von Lukas Weiss präsentierte überwiegend erzählerische Stücke. Der Südtiroler Komponist Armin Kofler setzt sich in seinem Werk „Schmelzende Riesen“ mit dem Verschwinden der alpinen Gletscher durch die Klimaerwärmung auseinander. Melodisch geprägt ist der langsame majestätische Beginn, der die Erhabenheit der Alpen versinnbildlicht. Rhythmisch angelegt ist der schnelle Mittelteil, der eine Fahrt mit Schlittenhunden durch die Arktis darstellt. Dann folgt ein abrupter Übergang in ein Klagelied der Gletscher, das aber auch Hoffnung auf die Zukunft zum Ausdruck bringen will. Die Romantrilogie „Der Herr der Ringe“ verdichtete Johan de Meij zu einem Werk in fünf Sätzen für sinfonisches Blasorchester. Mit verschiedenen Klangfarben stellt der Komponist die unterschiedlichen Figuren und Landschaften der Romane dar. Da trifft der mysteriöse Gollum auf die unbesorgten Hobbits. Landschaftlich geht es durch den Elbenwald und die Minen von Moria.

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Ein Marsch in Egerländer Stilistik ist „Kaiserin Sissi“ von Timo Dellweg. Feurige Passagen lassen den Wildfang von Possenhofen als verwegene Reiterin vor den Augen der Zuhörer auftauchen. Sequenzen, die eher kühl wirken, stellen das strenge spanische Hofzeremoniell dar, unter dem die Kaiserin so litt. Informativ und pointiert führte Theresa Gernert durch den Abend.

Bei den Ansprachen spielte der Umbau des ehemaligen Naturfreundehauses zum Musikheim eine große Rolle. Der Vorsitzende Michael Hartl lobte die Musiker dafür, dass sie neben der Probenarbeit als Handwerker tätig waren. Diese dankten ihm seinen Einsatz mit einem Bauhelm als Schutz für seinen Kopf. Denn den halte er für seinen Verein immer gerne hin.

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