Newsticker
Spahn: Schnell- und Selbsttests könnten helfen, Veranstaltungen zu ermöglichen
  1. Startseite
  2. Lokales (Günzburg)
  3. Was das neue Gymnasium bringt

21.06.2017

Was das neue Gymnasium bringt

Peter Kempf

Ministerialbeauftragter

Schule ist in Bayern ein Megathema: Im Staatshaushalt sind dafür über 15 Milliarden Euro eingeplant – das macht rund ein Drittel des gesamten Etats aus. 16500 Lehrer unterrichten in Schwaben etwa eine Viertelmillion Schüler. Und weitaus mehr Menschen sind von diesem „gigantischen Unternehmen“ betroffen: Eltern, Großeltern, Schulbuchverlage, die Nachhilfe-Dienstleister, Verwaltung und Wissenschaft. Mit diesen Zahlen unterstrich Peter Kempf am Montagabend vor der schwäbischen Frauen Union (FU) in Günzburg die Bedeutung des Schulbetriebs im Freistaat. Kempf ist seit knapp zwei Jahren Ministerialbeauftragter für die Gymnasien in Schwaben.

Er stellte den CSU-Politikerinnen das beschlossene „Bildungspaket“ vor, das allen Schularten Vorteile bringe – vor allem, weil der Freistaat bereit sei, deutlich mehr Geld in die Hand zu nehmen, etwa um die mobilen und integrierten Lehrerreserven auszubauen, die den Unterrichtsausfall mindern sollen. Auch nimmt seit sechs Jahren die Inklusion an bayerischen Schulen eine nicht mehr wegzudenkende Rolle ein. Kempf sieht die Schulen immer noch „vor großen Herausforderungen“. Vor allem bei Schülern mit Verhaltensauffälligkeiten und Autisten „stoßen wir an Grenzen“.

Näher ging er auf die Veränderungen am Gymnasium ein. Das G8 sei besser als sein Ruf gewesen, führte der Ministerialbeauftragte aus. „Es hat den gymnasialen Qualitätsanspruch gewahrt und gute Ergebnisse gebracht.“ Gleichwohl „hatte es immer ein Akzeptanzproblem“. Die Rückkehr zum G9 nach 14 Jahren gilt nicht für alle. Denn im neuen G9 ist eine Überholspur (Überspringen der 11. Jahrgangsstufe) für besonders Talentierte eingebaut. Eines dürfe allerdings nicht mehr passieren, mahnte Kempf: Dass es bei der Einführung des G9 im Schuljahr 2018/19 an Schulbüchern mangele. Deshalb müsse nun zügig der gymnasiale Lehrplan, der verstärkt digitale Bildung, politische Bildung sowie Studien- und Berufsorientierung aufnehmen soll, weiterentwickelt werden. (ioa)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren