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Kammeltal

15.01.2019

„Weltpremiere“ in Wettenhausen

Der Behlinger Alfred Weindl stellte seinen Film „Winterliche Kirchen und Krippen im Kammeltal“ im Kloster Wettenhausen vor.
Bild: Wolfgang Kahler

Der Behlinger Alfred Weindl präsentiert im Kloster Wettenhausen ein filmisches Kleinod über Kirchen und Krippen.

Es war mucksmäuschenstill. In der Studierstube des Klosters Wettenhausen verfolgten fast 100 Besucher eine „ganz besondere Weltpremiere“, wie es Kammeltals Bürgermeister Matthias Kiermasz ausdrückte. Der Behlinger Alfred Weindl hat 18 Kirchen und einige der schönsten Krippen entlang der Kammel in einem eindrucksvollen Film festgehalten.

Dass es zu dieser Uraufführung kommen konnte, kann sich Olaf Ude an die Fahnen heften. Ude ist für die Öffentlichkeitsarbeit des Klosters zuständig und hat den Filmemacher während des Adventsmarktes kennen gelernt, als der dort fotografierte. Dabei kam das Gespräch auf den Film, den Weindl gerade produzierte und schon wurde kurzfristig die Premiere des Streifens für 13. Januar verabredet. Mit einer Popcorn-Maschine wie in anderen Kinopalästen könne er zwar nicht dienen, so Ude, dafür sei der Eintritt aber kostenlos. Eine Spende für die Unkosten war freilich willkommen.

Für Regisseur Alfred Weindl ist es schon der zweite Film

Weindl eile der Ruf voraus, den Blick für „das Schöne und Besondere im Kammeltal“ zu haben, sagte Rathauschef Kiermasz. Das hat der Behlinger schon mit seinem Film über die Kammel von der Quelle bis zur Mindel herausgestellt. Der 67-Jährige hatte beruflich rein gar nichts mit der Filmkunst zu tun, sondern arbeitete in der Metallbranche. Aber schon als 14-Jähriger entdeckte er sein Talent und seine Liebe zu dem kreativen Hobby, das er inzwischen bis zur Perfektion ausgebaut hat.

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„Erschrecken sie nicht“, leitete Weindl die Filmvorführung mit Augenzwinkern ein, denn er begleitete die ruhigen und mit passender Musik unterlegten Aufnahmen mit typisch schwäbischer Mundart: „Ich bin ein Verfechter der schwäbischen Sprache“, was bei Zugereisten wohl das eine oder andere Verständnisproblem verursachte. Der Begeisterung über die eindrucksvollen Aufnahmen aus ganz besonderen Perspektiven tat dies jedoch keinen Abbruch.

Zwei Jahre an dem 45 Minuten langen Streifen gearbeitet

Von der Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung am südlichen Ende des Landkreises Günzburg über Krumbach, Edelstetten, Neuburg/Kammel, Ettenbeuren, Kloster Wettenhausen, Klein-Anhausen, Unterknöringen bis Remshart hat Weindl die sehenswerten baulichen Zeugen katholischer Frömmigkeit festgehalten. Dazu eine ganze Reihe außergewöhnlicher Beispiele schwäbischer Krippenbaukunst. Die Bevölkerung könne stolz sein auf die Kirchen im Kammeltal und dass es Menschen gebe, die diese Kirchen zur Winterzeit so schön schmückten.

Etwa zwei Jahre hat Weindl an dem dreiviertelstündigen Streifen gearbeitet. „Manchmal musste ich zwei- oder dreimal zu den Kirchen fahren, um die Aufnahmen im Kasten zu haben“, erzählt der Behlinger. Nicht überall klappte es, denn mehrere Kapellen und Kirchen wie in Unterrohr und Egenhofen sind dauerhaft abgeschlossen.

Bürgermeister Matthias Kiermasz will sich dafür einsetzen, dass Alfred Weindl auch dort noch drehen kann. Der Regisseur, Kameramann und Produzent denkt bereits an eine Erweiterung des Films mit Aufnahmen von Kirchen aus dem Quellgebiet der Kammel im Unterallgäu bis zur Mündung in die Donau.

Schwester Amanda Baur ist beeindruckt von den Schätzen

Beeindruckt von den Aufnahmen, die überwiegend in winterlicher Landschaft erfolgten, war Schwester Amanda Baur, Priorin des Klosters Wettenhausen: „Was wir für Schätze haben im schwäbischen Raum“, sagte sie.

Das sahen die Besucher der Filmpremiere ähnlich, die zum Teil bis aus Leitershofen bei Augsburg gekommen waren. Organisator Ude rechnet fest damit, dass Weindl weitere Werke seiner Filmkunst im Kloster präsentiert.

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