1. Startseite
  2. Lokales (Günzburg)
  3. Wenn Blasmusik zusammenschweißt

Bezirksmusikfest

02.06.2018

Wenn Blasmusik zusammenschweißt

Beim Bezirksmusikfest in Echlishausen hatten sich am Fronleichnamstag Hunderte von Musikerinnen und Musikern nach dem Festzug durchs Dorf am Kirchplatz zum Gemeinschaftskonzert versammelt. Mit dem „Ruetz-Marsch“ zogen sie im Anschluss gemeinsam zum Festzelt, wo die Fahnenabordnungen Spalier standen.
Bild: Peter Wieser

In Echlishausen gaben Hunderte von Musikern ein Gemeinschaftskonzert. Höhepunkt war der Festumzug. Wie es noch weitergeht.

15-jähriges Jubiläum der Gemeinschaftskapelle Lyra Echlishausen-Bühl, 90-jähriges Jubiläum der Musikkapelle Echlishausen und dann noch das Bezirksmusikfest bei strahlend blauem Himmel: Das sind Anlässe genug, um zu feiern. Wenn jemand behaupten würde, Echlishausen wäre am Fronleichnamstag nicht kopfgestanden, der wäre schlichtweg nicht dort gewesen.

Die einzelnen Musikerinnen und Musiker samt ihren Instrumente zu zählen, wäre ein Ding der Unmöglichkeit gewesen. 16 Musikkapellen, ebenso viele Vereine, dazwischen die „Bibertaler Bulldogfahrer“ samt ihren aufs Schönste geschmückten Gefährten, hatten sich um die Kirche St. Leonhard zum Festzug aufgestellt. Von einem mit einem riesigen Notenschlüssel aus Buchs geziertem Podest vor der Kirche, begrüßte Bibertals Bürgermeister und Schirmherr Oliver Preußner die Kapellen und Gruppen, bevor diese nacheinander durch das Dorf marschierten.

Robert Strobel, der Vorsitzende des Bezirks 12 des Allgäu-Schwäbischen Musikbunds, hatte recht, als er von einem „Gänsehaut-Feeling“ sprach: Im Anschluss versammelten sich Hunderte von Musikerinnen und Musikern vor der Kirche, um in einem Gemeinschaftskonzert „Laridah“ von Max Hempel und den „Schwabenhymnus“ von Kurt Gäble über den Kirchplatz erklingen zu lassen. Erst recht, als Besucher und Gäste gemeinsam zur Bayernhymne und dem Deutschlandlied mitsangen

ecsImgBannerNewsletter250x370@2x-1315723864673274678.jpg

Musiker bekommen Segen

Nur wenn die Beziehung zwischen dem Musiker und seinem Musikinstrument stimme, dann habe er auch Freude an der Musik, betonte Pater Joseph, der im Anschluss diesen seinen Segen erteilte.

Beim Einzug ins Festzelt standen die Fahnen Spalier, die Stadtkapelle Leipheim umrahmte die Festreden: Allen voran die stellvertretende ASM-Präsidentin Monika Fleschhut, die die Wertschätzung der Musikkapellen gegenüber dem ausrichtenden Verein durch ihre Teilnahme am Festzug und beim Gemeinschaftschor in den Vordergrund stellte. Aber auch das Fortführen der Tradition: „Altes bewahren und Neues erfahren“ „Die Gründungsväter der Musikkapellen Echlishausen und Bühl wären stolz auf Euch. Ihr sprüht geradezu vor Ideen“, lobte ASM-Bezirksvorsitzender Robert Strobel. So eine Jahrhundertveranstaltung schweiße zusammen. Schirmherr Oliver Preußner hatte zuvor schon festgestellt: „Eine gigantische Dorfgemeinschaft, die in der Lage ist mit Mann und Maus so ein gewaltiges Brett zu bohren – der perfekte Rahmen für ein sensationelles Bezirksmusikfest.“ Etwas kürzer hielt sich dagegen Landrat Hubert Hafner: Anstatt einer großen Rede zog er es vor, dem Jubiläumsverein ein Fass Bier zu spendieren.

Gemeinschaft wird gefördert

Was sagten die Musiker am Donnerstag dazu: „So ein Fest muss man einfach machen. Das fördert die Gemeinschaft im Dorf und innerhalb der Kapellen“, bemerkte Franz Aumer, der frühere Vorsitzende des Musikvereins Eintracht Kissendorf. Allein schon für die jungen Musiker sei dies ein riesengroßes Erlebnis, so Aumer. Es sei schon was Schönes und eine feine Sache, wenn nach einem solchen Gemeinschaftschor alle Musiker zum Zelt marschierten, betonten die Musiker des Musikvereins Wettenhausen. In Anbetracht der Hitze konnten sie sich einen Zusatz nicht verkneifen: „A bissle g’schwitzt hammer scho.“

Am Abend überreichte Robert Strobel den Kapellen, die im April an den Wertungsspielen teilgenommen hatten, ihre Urkunden. Gleichzeitig wurde die ASM-Bezirksfahne symbolisch an den Musikverein Ellzee übergeben, der im kommenden Jahr sein 100-jähriges Jubiläum ebenfalls mit einem Bezirksmusikfest feiert. Am Freitag wurde dann weiter gefeiert.

Am heutigen Samstag findet um 14 Uhr die „Youth-Jam-Session“ mit den Jungmusikern Bibertals und befreundeten Jugendkapellen statt. Nach dem Dämmerschoppen um 18 Uhr, mit dem Musikverein Eintracht Kissendorf, lädt die Party-Band „Brenztal-Power“ um 20.30 Uhr zur Trachtenfete ein.

Eine Bildergalerie finden Sie hier.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren