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Günzburg

12.09.2015

Wohnen für Gäste und Mitarbeiter

Wohnen und arbeiten im Legoland: So sollen die Mitarbeiterunterkünfte aussehen, die der Freizeitpark auf seinem Gelände bauen will. Legoland investiert nach eigenen Angaben 2,5 Millionen Euro in das Vorhaben, das Platz für 60 Einzelzimmer und acht Doppelzimmer bieten soll.
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Wohnen und arbeiten im Legoland: So sollen die Mitarbeiterunterkünfte aussehen, die der Freizeitpark auf seinem Gelände bauen will. Legoland investiert nach eigenen Angaben 2,5 Millionen Euro in das Vorhaben, das Platz für 60 Einzelzimmer und acht Doppelzimmer bieten soll.
Bild: Legoland

Legoland baut 25 neue Campingfässer für Besucher und 68 Zimmer für Beschäftigte. Warum das im Günzburger Bauausschuss nicht alle gut finden.

Von Rebekka Jakob

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Günzburg Kommende Woche ist im Günzburger Legoland wieder einmal Spatenstich – im Feriendorf beginnt der Bau der Drachenburg, eines neuen Hotels in unmittelbarer Nachbarschaft zu den beiden bestehenden Burghotels. Und die nächsten Bauprojekte warten schon: In der Sitzung des Günzburger Bauausschusses am Montagabend freute sich Legoland-Chef Martin Kring im Zuschauerraum über die Zustimmung zu zwei weiteren Bauvorhaben des Freizeitparks. Eines davon ist dabei nicht für die Gäste, sondern für die Mitarbeiter vorgesehen. Damit waren allerdings nicht alle Mitglieder des Bauausschusses einverstanden.

Bereits vor den Sommerferien waren die Mitarbeiterunterkünfte auf der Tagesordnung des Gremiums zu finden, kurzfristig war der Punkt jedoch gestrichen worden. Der Grund: Der vorgesehene Standort passte nicht. Robert Friedenberger von der Stadtverwaltung erklärte die Probleme: „Es war eine schwierige Standortwahl, denn hier geht es nicht nur um Beherbergung, sondern um echtes Wohnen, und da ist eine besondere Schutzbedürftigkeit gegeben.“ Jetzt ist das Projekt direkt neben dem Freizeitpark, hinter der Modellbauwerkstatt, vorgesehen. Der Nachteil: Für den Bau muss ein Teil der Bäume weichen, die derzeit einen Grüngürtel zwischen der Straße Richtung Feriendorf und den Legoland-Gebäuden.

Wohnen für Gäste und Mitarbeiter

„Das ist der Grund, weshalb ich heute leider nicht zustimmen kann“, sagte Simone Riemenschneider-Blatter (SPD). Durch den Neubau falle doch sehr viel Wald weg. „Der Grünstreifen war für mich immer Bedingung.“ Außerdem glaube sie nicht, dass in den Bau hoch qualifizierte Arbeitskräfte einziehen werden. Auch Birgit Rembold (GBL) verweigerte den Plänen ihre Zustimmung. „Ich habe da ein ganz komisches Gefühl.“ Gegen die Stimmen der beiden Stadträtinnen gab das Gremium seine Zustimmung. Für das wegfallende Waldstück muss der Freizeitpark jedoch auf seinem Gelände Ausgleichsflächen schaffen, hieß es in der Sitzung.

Nach Angaben von Legoland sollen in der Saison 2016 Mitarbeiter, die aus entfernteren Regionen oder dem Ausland kommen, in die Unterkunftsmöglichkeiten auf dem Firmengelände einziehen. Für die Investitionssumme von 2,5 Millionen Euro soll ein Gebäudekomplex mit 60 Einzelzimmern und acht Doppelzimmern entstehen. Die Zimmer sind möbliert und verfügen jeweils über ein eigenes Bad. Zudem sind Gemeinschaftsbereiche mit Aufenthaltsräumen und Küchen vorgesehen.

Verbunden mit dem Wachstum des gesamten Resorts aus Freizeitpark und Feriendorf sei ein steigender Bedarf an Mitarbeitern, besonders im saisonalen Bereich. „Aufgrund des historischen Tiefstandes der Arbeitslosenzahlen in Bayern und Baden Württemberg war es für die Parkleitung zunehmend schwieriger geworden, den Bedarf an saisonalem Personal aus der Region zu decken“, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. Schon in den vergangenen Jahren seien daher Mitarbeiter aus anderen Bundesländern und dem Ausland im Park und im Feriendorf beschäftigt worden. Geschäftsführer Martin Kring: „Der Park lebt durch unsere Mitarbeiter, denn sie stehen im direkten Kontakt mit unseren Gästen. Ebenso liegt es uns am Herzen, dass auch unsere Mitarbeiter zufrieden sind und sich bei uns wohlfühlen. Daher ist es uns ein großes Anliegen, eigene Unterkünfte anbieten zu können.“

Neue Unterkünfte will Legoland auch seinen Gästen anbieten: Neben einer Drachenburg mit 34 Zimmern für je vier Personen sollen auch 25 neue Campingfässer das Übernachtungsangebot des Resorts erweitern. Dafür fallen 32 der bisherigen Wohnmobil-Stellplätze weg. Dass die Campingfässer, von denen bereits zu Beginn der aktuellen Saison 14 Stück als Übernachtungsgelegenheit angeboten werden, ein echter Renner sind, bestätigte auch zweiter Bürgermeister Anton Gollmitzer (FW): „Ich habe mir das vor Ort angesehen und man bekommt direkt Lust dazu, dort auch einmal zu übernachten.“

Für diesen Bauantrag des Freizeitparks gab es ein einstimmiges Ja aus dem Bauausschuss.

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