Newsticker

Bundestag beschließt längeren Lohnersatz für Eltern
  1. Startseite
  2. Lokales (Günzburg)
  3. Lokalsport
  4. 79 Tore, viel Tempo und jugendliche Spielfreude pur

Frauenhandball

02.03.2020

79 Tore, viel Tempo und jugendliche Spielfreude pur

Verzweifelt versucht eine Gäste-Spielerin, Hannah Sperandio aus dem Weg zu schieben. Die Günzburgerin ließ sich davon aber nicht abhalten, eines ihrer fünf Tore zu erzielen.
Bild: Ernst Mayer

Günzburg und Ebersberg spielen mutig nach vorne und bieten eine Partie zum Zungenschnalzen

Nach einer unglaublichen Tempo- und Torhatz haben die Handballerinnen des VfL Günzburg ihr Bayernliga-Heimspiel gegen den TSV EBE Forst United 41:38 (22:16) gewonnen. Mehrfach schien diese tolle Begegnung vorentschieden. Doch die Oberbayerinnen blieben stets mutig und nutzten das gesamte taktische Repertoire. Das Günzburger Publikum hatte so etwas noch nicht gesehen.

Personell waren die Günzburger Sorgen kurzfristig größer als ohnehin befürchtet. Mit Tanja Stoll fiel eine weitere Rückraumspielerin aus. Judith Deutschenbauer ließ sich allerdings nicht lange bitten und half gerne im Bayernliga-Team aus. Ihre Kurzeinsätze entlasteten Günzburg in diesem Tempo-Spiel sehr.

Der VfL unterstrich seine Ambitionen auf einen Spitzenplatz in der Liga erstmals, als er von 4:3 auf 7:3 davonzog. Als Martina Jahn (sie sollte insgesamt zwölf Tore erzielen) das 13:6 warf, schien sich ein Spiel zwischen Schützenfest und gemütlichem Abend zu entwickeln. Doch da machten die Gäste überhaupt nicht mit. Die Forst-Ladys gingen volles Risiko: offene Deckung mitten im Spiel und immer wieder die siebte Feldspielerin. Zügig veränderte sich der Spielrhythmus. Stand wenigstens die VfL-Abwehr mit Torfrau Lisa Gremmelspacher bis dahin solide, so wurde das Defensivspiel auch aufseiten der Günzburgerinnen nach und nach eingestellt. Es ging nur noch hin und her. Selbst VfL-Trainer Jürgen Kees war in der Kabine kurz sprachlos. Mit furiosem Handball ging es weiter, ständig wurde angegriffen und umgeschaltet. In der 38. Minute erzielte die wendige Alena Harder, der das Gerenne sehr gelegen kam, das 27:19. Aber vom ungeliebten Abstiegsgespenst gejagt, kamen die Gäste ein weiteres Mal näher. Beim 32:29 (49.) erreichten sie Schlagdistanz. Eine Minute später wackelte plötzlich das ganze Spiel durch einen Treffer von Lara Beck zum 33:31. Erst nach dem 36:33 durch Sandra Daschner entschieden die Günzburgerinnen das Duell zu ihren Gunsten. Martina Jahn und Alena Harder warfen zum 38:33 ein (46.). Das war selbst diesem starken Gast zu viel. Das Spiel war in der Tüte, auch wenn bis zum Endstand noch sage und schreibe acht Tore fielen.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Die ungewohnt vielen Zuschauer spürten jederzeit, dass hier die beiden jüngsten Teams der Liga am Handball-Werk waren. So eine Spielfreude erlebt man selten. Die VfL-Trainer Peter und Jürgen Kees hoffen, dass die Gäste am Ende die Klasse halten. Sie seien mit dieser Einstellung auf einem guten Weg, gaben sie den Oberbayern mit auf die Heimfahrt. (zg)

VfL Günzburg Gremmelspacher, Hoffmann; Harder (8), Kubasta, Leis, Schütte (4), Sperandio (5), Christel (6), Jahn (12/3), Porkert (6), Deutschenbauer

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren