Landesliga

04.02.2019

Die Alten müssen’s richten

Copy%20of%20ema019.tif
2 Bilder
Kapitän Michael Thalhofer (links) und Mathias Waldmann sind die Schlachtrösser des TSV Niederraunau. Beide von der Jugend an im Verein, können sie auch im fortgeschrittenen Handballalter noch den Unterschied machen.

Dank ihrer Routiniers schaffen die Raunauer Handballer in letzter Minute den Auswärtssieg

Lange machten es die Raunauer Handballer spannend bei ihrem Gastspiel in Dachau. Am Ende siegten sie, wie schon in der Vorsaison, mit gerade mal einem Tor Unterschied. Nur dass der Spielverlauf dieses Mal ein völlig anderer war. Vor einem Jahr hatte der TSV das Spiel in letzter Minute gedreht. Jetzt hatte Niederraunau 50 Minuten lang dominiert, bis dem gastgebenden ASV Dachau in der Endphase beinahe die Wende gelang. Einen Punkt hätten sie auch verdient gehabt. Dass es beim 30:29-Auswärtssieg nicht dazu kam, hatten die Raunauer vor allem ihren Routiniers zu verdanken.

Bereits beim Aufwärmen musste der zuletzt so starke Björn Egger passen. Schmerzen im Bein ließen einen Einsatz nicht zu. Damit war wieder die Fraktion „Jenseits der 30“ besonders gefordert. Und sie lieferten. Michael Thalhofer, Mathias Waldmann und Lukas Konkel hatten am Ende 20 der 30 Tore auf ihren Konten. Vor allem Thalhofer war von der offensiven Abwehr der Dachauer nie zu bremsen. Mit einfachen Wacklern kam er in Wurfposition und ließ dann dem Torhüter kaum eine Chance. Waldmann war wieder der Spieler für die besonders wichtigen Tore. Mit seinen letzten beiden Hüftwürfen um die Gegner herum machte er das 29:28 und das 30:29.

Raunau begann souverän, Waldmann auf der Egger-Position im rechten Rückraum und der junge Oliver Blösch gleich als Spielmacher. Beim Spielstand von 1:2 vereitelte Maxi Jekle den ersten Siebenmeter. Das gibt Selbstvertrauen und demoralisiert den Schützen. Den nächsten Strafwurf warfen die Dachauer gleich am Tor vorbei. Raunau war in der Folge nicht so druckvoll wie gegen Ismaning in der Vorwoche. Technische Fehler und vergebene Großchancen ließen den Vorsprung bis zum 4:5 nicht anwachsen. TSV-Trainer Udo Mesch machte den frühen Torwartwechsel und verhalf Adi Konkel zu seinen ersten Einsatzminuten im Raunauer Trikot.

ecsImgBannerWhatsApp250x370@2x-5735210184021358959.jpg

Waldmann netzte zwei Mal in Unterzahl ein, auch weil Konkel hinten den Laden dicht machte. Seine Spezialität scheinen die freien und die Würfe von außen zu sein. Den Winkel extrem verkürzend, baut sich da plötzlich eine Wand vor den Werfern auf. Den Dachauern muss es plötzlich Nacht geworden sein, oder auch feuerrot – dem Trikot entsprechend, das für Konkel am Samstag noch eigens angefertigt worden war. Raunau setzte sich mit seiner Unterstützung und vor allem durch mehrere Thalhofer-Tore zum 14:9 ab. Der Halbzeitstand von 11:15 war dann auch mehr als gerechtfertigt.

Das Spiel tröpfelte danach so vor sich hin, auch wenn nach dem 14:17 der Dachauer immer nur drei Tore zwischen den Kontrahenten lagen. So blieb es bis zum 25:22 durch Adrian Thalhofer (50.). Die Dachauer riskierten jetzt alles, auch Konkel hatten sie jetzt durchschaut und trafen mit den einfachen Würfen zur Führung von 27:26. Ein unglaublicher Wurf gelang Benedikt Hagitte in der 58. Spielminute. Sein Schlagwurfkracher schlug im Winkel ein. Aber auch diesen Ausgleich toppte wieder Waldmann und die letzte Minute überstanden die Raunauer dann mit Cleverness. (walp)

TSV Niederraunau A. Konkel, Jekle; Kiebler (3), A. Thalhofer (2), M. Thalhofer (9), Hegenbart, L. Konkel (3), Sadlo (2), Waldmann (8/1), Rothermel, Blösch (3)

Themen Folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Lesen Sie dazu auch
Copy%20of%20IMG_1694(1).tif
Selbstversuch

Auf den Spuren von Georg Egger

ad__pluspaket@940x235.jpg

Webseite und App freischalten!

Die schnellsten Lokalnachrichten - live, aktuell und multimedial.
Alle Online-Inhalte auf allen Endgeräten zu jeder Zeit, mtl. kündbar.
Damit sind Sie daheim und im Büro immer auf dem Laufenden.

Plus+ Paket ansehen