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16.07.2010

Einer der ganz Großen

Der größte Erfolg seiner langen Laufbahn: Christian Schwarzer beim Gewinn der Handball-Weltmeisterschaft in Deutschland. Am kommenden Samstag gastiert er als Trainer in Günzburg. Foto: dpa
Bild: dpa

Günzburg Er ist eine Gallionsfigur des deutschen Handballs. Deutscher Meister, wertvollster Spieler der WM 2003, Welt- und Europameister. Christian Schwarzer gehört zum Besten, was Handball-Deutschland hervorgebracht hat. Am 25. Juli gastiert er als Trainer der deutschen U18-Nationalmannschaft in Günzburg. Dr. Rudi Jahn unterhielt sich mit dem Superstar.

Herr Schwarzer, Sie haben in Ihrer aktiven Karriere alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Was war denn eigentlich Ihr schönster Titel?

Christian Schwarzer: Jeder Titel war schön, aber der WM Titel 2007 im eigenen Land war schon etwas Besonderes. Die Entstehung nach meinem Beginn beim Fernsehen und der Nachnominierung war schon eine besondere Geschichte.

Mit wie viel Jahren haben Sie begonnen, Handball zu spielen?

Einer der ganz Großen

Schwarzer: Das ist schon eine ganze Zeit her. Ich habe mit zehn Jahren angefangen.

Es folgte eine große Karriere. Jetzt sind Sie Trainer der deutschen U18-Nationalmannschaft. Was hat Sie dazu veranlasst?

Schwarzer: Heiner Brand hatte mir das Angebot gemacht. Da fiel die Entscheidung leicht. Es macht superviel Spaß, mit Jugendlichen zu arbeiten, deshalb habe ich nicht lange überlegt und zugesagt.

Was würden Sie jungen Spielern raten, wenn sie vorankommen wollen?

Schwarzer: Athletik ist ein sehr wichtiger Bestandteil in unserem Sport, deshalb wird auch an unseren Stützpunkten Athletiktraining und Handballtraining kombiniert. Das Wichtigste ist aber, die Basics in der Jugend zu trainieren und die sind im Handball: Fangen und Werfen!

Welchen Tipp würden Sie den Jugendtrainern geben, wie sie die Kinder am besten voranbringen könnten?

Schwarzer: Die Grundlagen trainieren und Spaß beim Spiel vermitteln. Das ist das Wichtigste.

Die Sichtungen zu den Kadern der Bundesländer erfolgen in der C-Jugend und in der B-Jugend. Was geschieht mit Spätstartern, die durch diese Vorauswahl rutschen?

Blacky Schwarzer: Die müssen wir versuchen auf Empfehlungen von Trainern zu finden. Eine gute Einrichtung ist auch der HBL Rookie Cup. Hier können Spieler optimal gesichtet werden.

Der Traum aller anwesenden Jungs und Mädchen ist, einmal im Nationalkader zu stehen. Nach welchen Kriterien werden Ihre Jungs ausgewählt?

Schwarzer: Dort achten wir auf viele Dinge, aber das Wichtigste ist ein gewisses Spielverständnis und gute körperliche Voraussetzungen. Sehr wichtig ist im Mannschaftssport auch Teamfähigkeit.

Macht Ihre Arbeit eigentlich Spaß?

Schwarzer: Spaß ist gar kein Ausdruck. Ich könnte mir im Moment nichts Schöneres vorstellen!

Was machen Sie, wenn Sie nicht gerade mit der Jugendnationalmannschaft unterwegs sind?

Schwarzer: Ich bin auch noch beim saarländischen Handball-Verband in einer ähnlichen Funktion tätig wie beim DHB, also habe ich eine Doppelbeschäftigung. Ansonsten genieße ich mehr Zeit mit der Familie und spiele ein paar Runden Golf.

Vor dem Länderspiel findet in Günzburg der Guntia-Jugendcup statt. Da interessiert es nicht nur die Kinder, was Ihr erster Titel war.

Schwarzer: Mein erster Titel war 1995 der damalige "City Cup"-Sieg mit dem TV Niederwürzbach gegen Cadagua Galdar aus Spanien.

Die Vorfreude auf Sie hier in Günzburg ist schon sehr groß. Geht es Ihnen ähnlich?

Schwarzer: Natürlich, wir freuen uns schon sehr auf Günzburg und hoffen auf ein gutes Spiel.

Karten für das Spiel der deutschen U-18-Nationalmannschaft gegen die Slowakei gibt es in allen Filialen der Volksbank Günzburg, beim Sport Profi Markt Forster und am Spieltag an der Hallenkasse (15 Uhr).

Tickets gibt es online unter

www.vfl-guenzburg.de

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