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Interview

06.04.2019

„Ich muss manchmal mein Temperament zügeln“

Torwart Ivan Murillo (VfR Jettingen) hat in dieser Runde erst sieben Gegentreffer kassiert.
Bild: Jörg Hahn

Der Spanier Ivan Murillo ist Torwart des VfR Jettingen II. Aufstiegsfeiern kennt er bisher nur aus der Heimat

Der VfR Jettingen II hat in 18 Saisonspielen der A-Klasse West 2 erst sieben Gegentore kassiert. Damit hat die Reserve des Kreisligisten nach dem TV Gundelfingen (B-Klasse West 2) die zweitbeste Abwehr aller Männer-Teams in der schwäbischen Fußball-Spielgruppe Donau. Sie als Torwart des VfR Jettingen II müssen es am besten wissen, Herr Murillo: Was macht die Jettinger Abwehr so stark?

Dafür gibt es mehrere Gründe. Hauptsächlich liegt es jedoch daran, dass wir eine junge, körperlich und technisch gut ausgestattete Hintermannschaft haben, die versucht, jeden verlorenen Ball umgehend zurückzuerobern und die immer Vollgas gibt.

Welchen Anteil am Erfolg darf der Torwart für sich beanspruchen?

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Schwer zu sagen, vielleicht 40 oder 50 Prozent.

Der Jettinger Abteilungsleiter Christoph Hoss bezeichnet Sie als ruhigen und besonnenen Akteur. Heißt Ihr Erfolgsrezept vielleicht: „In der Ruhe liegt die Kraft?“

Normalerweise schon. Aber ich muss manchmal auch mein spanisches Temperament zügeln und kontrollieren, was nicht immer gelingt, wenn’s mal bei mir und meinen Vorderleuten nicht so läuft, wie ich es mir vorstelle.

Herr Murillo, der Torwart von Türkiyemspor Krumbach II kassiert in Ihrer Spielgruppe Sonntag für Sonntag so um die zehn Stück. Wenn Sie in seiner Lage wären, hätten Sie da noch Lust auf Fußball?

Schwierige Frage, denn ich war noch nie in dieser Lage und weiß nicht, wie sich das anfühlt. Ich will es mal so sagen: Wer verliert schon gerne. Aber ich würde mit Sicherheit nicht so schnell aufstecken.

Am Sonntag kommt der Tabellenzweite FC Lauingen II zum Spitzenspiel nach Jettingen. Außer drei Punkten, was haben Sie für einen persönlichen Wunsch?

Dass ich ohne Gegentor vom Platz gehen kann.

Was glauben Sie: Mit wie vielen Gegentoren werden Sie die Saison beenden?

Wir haben in zwölf von 18 Spielen zu Null gespielt. Wenn das so weitergeht, werden wir im einstelligen Bereich bleiben. Aber das ist nicht so wichtig. Viel wichtiger ist, dass wir die Spiele gewinnen, ob nun mit oder ohne Gegentor.

Jettingen hat zehn Punkte Vorsprung vor Lauingen. Da ist die Meisterschaft doch schon so gut wie sicher, oder?

Sehe ich auch so. Ich jedenfalls bin zuversichtlich, dass wir es schaffen.

Wäre das Ihr erster Aufstieg?

In Deutschland schon, denn ich bin erst vor drei Jahren aus beruflichen Gründen hergekommen und wurde von VfR Jettingen herzlich aufgenommen. In Spanien habe ich mit Mannschaften in Ligen gespielt, die der hiesigen Regionalliga gleichkommen und konnte da bereits drei, vier Aufstiege feiern. Interview: Alois Thoma

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