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03.06.2009

Auf kleine Kapelle wartet ein großer Geburtstag

Buch-Dietershofen (hank) - Vor einem bedeutenden Festtag steht das kleine Dorf Dietershofen bei Obenhausen: Die katholische Filialkirche zur heiligen Dreifaltigkeit wird 250 Jahre alt. Die Pfarrei Obenhausen-Dietershofen feiert das Jubiläum groß. Schließlich ist auch die Renovierung beendet, außerdem wird ein neues, 3,20 Meter hohes Metallkreuz mit einem Erinnerungsstein geweiht.

Die Fahnenabordnungen und Vereinsmitglieder ziehen zusammen mit den Obenhauser Musikanten zum Gotteshaus, wo bei gutem Wetter um 9.30 Uhr der Festgottesdienst beginnt. Bei schlechtem Wetter wird in einem Zelt beim Gasthaus "Hirsch" der Festgottesdienst gehalten.

Provinzial der Claretiner hält die Festpredigt

Die Festpredigt hält der Provinzial der Claretiner in Würzburg, Armin Six. Von ihm wird das Metallkreuz mit Bronzechristusfigur geweiht, das auf einem Granitstein mit Bronzetafel (Aufschrift: "250-Jahrfeier 7. 6. 2009") angebracht ist.

Auf kleine Kapelle wartet ein großer Geburtstag

Den Festgottesdienst gestalten die Musikkapelle Obenhausen mit ihrem Dirigenten Michael Rahn, der Kirchenchor Obenhausen-Dietershofen mit Leiterin Marlene Rahn-Meckle sowie der Jugendchor der Katholischen Landjugend Obenhausen-Dietershofen.

Anschließend geht es in das Festzelt, wo Grußworte erfolgen. Ab 11.30 Uhr wird der Mittagstisch mit dem Kapellenbraten serviert. Anschließend spielt die Musikkapelle Obenhausen auf. Das Gotteshaus ist am Jubiläumstag zur Besichtigung offen. Als Erinnerung an den Festtag verkaufen Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung 320 Jubiläumskerzen.

Nach nahezu neunmonatiger Renovierungszeit erstrahlt die Kapelle in neuem Glanz. Im September 2008 wurde die gesamte Kapelle außen und auch zum Teil innen eingerüstet. Nachdem im Vorjahr Risse beseitigt worden waren, wurde im Frühjahr der Sockelbereich rund um die Kapelle renoviert. Die alte Kiesaufschüttung wurde in Eigenleistung entfernt und der Sockel erhielt einen dauerhaften Spezialanstrich. Erst in den vergangenen Wochen konnten die Malerarbeiten vollends ausgeführt wurden. Auch im Innenbereich geschah manches: Mauern und die Eingangstür wurden neu gestrichen. Die gesamten Baukosten belaufen sich auf 20 000 Euro, wovon die bischöfliche Finanzkammer der Diözese Augsburg 50 Prozent trägt.

Die Kapelle wurde 1759 gebaut und wird dem gleichen Architekten zugeschrieben wie die wenig jüngere, in vielen Details ähnliche, Kapelle in Senden-Ay. Heinrich Habel bezeichnet in seinem Buch über die Kirchen und Kapellen im Altlandkreis Illertissen das Bauwerk als sehr reizvoll. Dieser ist ein reich und fein durchgebildeter Rokokobau.

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