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Ausbildung

29.03.2014

Berufsbilder aus dem Nähkästchen

Bei der Veranstaltung „Profis im Gespräch“ im Kolleg der Schulbrüder konnten die Schüler der Oberstufe sich mit Spezialisten aus über 40 Berufen austauschen. Dabei ging das Angebot vom Tierarzt bis zum Journalisten. Für Magdalena Rahn (Bild rechts, links) und Katrin Zwing war der Abend zumindest ein Erfolg.
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Bei der Veranstaltung „Profis im Gespräch“ im Kolleg der Schulbrüder konnten die Schüler der Oberstufe sich mit Spezialisten aus über 40 Berufen austauschen. Dabei ging das Angebot vom Tierarzt bis zum Journalisten. Für Magdalena Rahn (Bild rechts, links) und Katrin Zwing war der Abend zumindest ein Erfolg.

Profis erzählen von ihren Jobs. Dabei begeistern vor allem die Exoten

Wie sieht der Alltag eines Arztes aus und was muss man können, um Pilot zu werden? Mit diesen und vielen anderen Fragen gingen die gut 200 Schüler des Kollegs der Schulbrüder in Illertissen am Donnerstagabend in die Veranstaltung „Profis im Gespräch“. Dort stellten Fachleute 42 verschiedene Berufe an 19 Tischen vor und erklärten auch ihren Alltag im Job. Für die Schüler der Oberstufe sollte der Abend eine Möglichkeit sein, sich für die Zeit nach dem Abitur zu orientieren. Dabei überzeugte vor allem ein Job, welcher die Schüler in seinen Bann zog.

Generell präsentierten sich fast alle Berufsgruppen, vom Tierarzt bis zum Instrumentallehrer. Die Profis vor Ort standen dabei den Schülern für persönliche Gespräche zur Verfügung und erzählten auch aus dem Nähkästchen. So konnten sich die zukünftigen Abiturienten einen Eindruck verschaffen, der über Flyer und Werbebroschüren hinausging. Das freute auch Magdalena Rahn und Katrin Zwing. Beide besuchen derzeit die 10. Klasse des Kollegs. Vor allem Magdalena nutzte die Chance, viele Standpunkte zu hören. „Es ist interessant zu sehen, was man alles machen kann. Aber ob für mich was dabei ist, kann ich noch nicht sagen.“

So könnte sich die Schülerin auch vorstellen, zuerst ein Studium abzuschließen. Das sei nämlich nie eine schlechte Idee, wie sie sagt. „Ich würde gerne etwas technisches machen. Aber es kommt immer auf den Traumberuf drauf an.“ Stress will sich die Schülerin keinen machen. Immerhin habe sie ja noch etwas Zeit, wie sie nach vielen Gesprächen erleichtert feststellt.

Für Regina Karger war der Abend ein großer Erfolg. Als Mitglied des Elternbeirates organisierte sie die Veranstaltung. Ziel war es vor allem für Schüler Anlaufstation zu bieten, die noch keine Ideen für ihr Berufsleben haben. Dafür begannen die Planungen bereits im November. „Wir haben unsere Fühler ausgestreckt und viele Bekannte verpflichtet. Einige Firmen und Mitarbeiter konnten wir durch persönliche Kontakte gewinnen.“ Den Schülern auch Berufe abseits des Studiums vorzustellen, sieht Karger als vernünftig. „Wir haben abwechselnd die Profis und die Professoren im Gespräch mit den Schülern. So bekommt jeder beide Seiten zu sehen und kann sich selbst ein Bild machen.“

Um das zu bewerkstelligen, verpflichtete die Schule alle Zehnt- und Elftklässler dazu, an „Profis im Gespräch“ teilzunehmen. Schülern der zwölften Klassen stand die Teilnahme hingegen frei. Doch auch von ihnen kamen gut 20 Abiturienten, die sich intensiv mit den einzelnen Angeboten auseinandersetzten. Die Meisten zog es dabei zu Tisch 18.

Dort hatten sich die Fachleute aus Luft- und Raumfahrt niedergelassen. Vor allem die Piloten Andreas Fischer und Daniel Schwenzel konnten die, großteils männlichen, Besucher begeistern. Sie erzählten von ihren reichen Erfahrungen als weit gereiste Fernflieger und über berufliche Aussichten. Vor allem Eurocopter-Testpilot Schwenzel konnte sich immer über viele Zuhörer freuen. „Es ist toll zu sehen, dass sich die Schüler für einen Beruf begeistern. Ich bin wirklich zufrieden, heute hierhergekommen zu sein“, so der Luftfahrtexperte.

Und für die Schüler war der Abend ebenfalls ein Gewinn, wie Matthias Batzner, Sebastian Keller und Julian Alt sagen. „Pilot zu werden, das wäre schon ein Traum. Es ist zwar nicht leicht, aber damit hat man ein Ziel, für das man arbeiten kann“, findet Matthias. Ob die Schüler jedoch wirklich selbst Piloten werden wollen, wissen sie noch nicht. „Da kann es schon sein, dass man sich noch einmal umentscheiden“, sagt Julian. Das gehöre mit dazu, den richtigen Beruf zu finden. Er selbst will Chemiker werden. Bisher zumindest.

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