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Versammlung

19.11.2018

Bürgermeister Graf zieht in Oberroth Bilanz

Willibold Graf

Was die Gemeinde in diesem Jahr bewegte – und was noch aussteht

29 Plätze mit einer Größe von 670 bis rund 1200 Quadratmetern bietet das südlich von Oberroth gelegene Baugebiet „Zum Pestkreuz“. Für 20 Grundstücke haben sich bereits konkrete Kaufinteressenten gemeldet, informierte Rathauschef Willibold Graf bei der Bürgerversammlung. Je nach Lage des Bauplatzes liege der Quadratmeterpreis zwischen 80 und 100 Euro. Die Bauwerber stammten größtenteils aus Oberroth und umliegenden Gemeinden. Einige seien auch auswärts beheimatet. Neben diesem Hauptprojekt habe man im „arbeitsreichen Jahr 2018“ noch viele weitere Vorhaben vorangebracht. Hier ein Überblick über die wichtigsten Themen:

Mit 8000 Euro sind die Einnahmen aus der Grundsteuer A (land- und forstwirtschaftliche Grundstücke) leicht rückläufig. Bei der Gewerbesteuer kann die Gemeinde einen Anstieg auf derzeit 335500 Euro verzeichnen. Ein „kleiner Fortschritt“ sei laut Bürgermeister auch bei den Schlüsselzuweisungen zu erkennen, die aktuell bei knapp 177000 Euro liegen. Der gemeindliche Schuldenstand belaufe sich derzeit auf 374 Euro pro Einwohner. „Er wird noch ansteigen, mit dem Verkauf von Bauplätzen aber wieder sinken“, sagte Graf.

„Aufgrund der anstehenden Erweiterung haben wir in unserem Kindergarten momentan ein Provisorium“, sagte der Bürgermeister. In der zweigruppigen Einrichtung würden derzeit 50 Kinder betreut, darunter neun Kinder unter drei Jahren sowie zwei Grundschüler. Mit Fertigstellung des Anbaus könne die Gemeinde die Betriebserlaubnis auf 62 Kinder beantragen. Nachdem der Zuschuss-Antrag erst im August 2018 bewilligt wurde, hätten sich die Arbeiten verzögert. „Wenn alles klappt, können die Maurer schon in den nächsten Tagen starten“, hofft Graf. Bis April 2019 soll der Anbau fertig sein.

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An der Oberrother Außenstelle der Volksschule Buch werden 16 Schüler in der Kombiklasse 1/2 sowie 22 in 3/4 betreut.

Während der Wasserpreis zum Januar 2017 auf 1,03 Euro pro Kubikmeter erhöht wurde, zahlen die Oberrother für ihr Abwasser noch bis zum 31. Dezember bei Vollentwässerung 2,06 Euro sowie bei Teilentwässerung 1,85 Euro pro Kubikmeter. Bei der für die nächsten vier Jahre geltenden Kalkulation würden die Abwassergebühren voraussichtlich leicht sinken, kündigte der Bürgermeister an.

Damit die Oberrother Abfallgebühren auch künftig moderat bleiben können, sollten die Bürger ein Auge auf wilde Müllablagerungen haben und diese melden, sagte Graf.

Wenn es die Witterung zulässt, werden die Erschließungsarbeiten für das Baugebiet „Zum Pestkreuz“ voraussichtlich am 14. Dezember abgeschlossen sein. Die für diese Maßnahmen angefallenen Kosten beliefen sich laut Ausschreibung auf 1,46 Millionen Euro. Der Gehweg entlang der Staatsstraße 2020 werde komplett von der Gemeinde finanziert.

Da laut Graf „vieles dazwischen gekommen ist“, habe sich die Verwirklichung der seit mehreren Jahren geplanten Freizeitanlage „Mensch und Natur“ an der Roth verzögert. Die Submission des über das Leader-Projekt des Landkreises Neu-Ulm finanzierten Vorhabens soll Ende November stattfinden. Da der Bau des geplanten Pavillons mit WC sowie des Aufenthaltsraums in Eigenleistung erfolgen soll, hofft Graf auf eine rege Bürgerbeteiligung.

Das Projekt „Kernwegenetz“ begleite den Gemeinderat schon seit einigen Jahren, sagte Graf. Bereits im Dezember 2017 habe das Gremium die Teilnahme an der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILEK) beschlossen und unter Federführung der Stadt Illertissen einen Förderantrag gestellt. „Die notwendige Sanierung einiger Brücken – an der Dattenhauser Straße, an der Ortsverbindung der Staatsstraße 2020 nach Osterberg sowie der Riedbrücke – können wir nur mithilfe des ILEK-Programms stemmen.“

Nach Aufstellung von sechs Hundekotstationen mit Kotbeutelspendern im Gemeindegebiet sollten Tierhalter die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner ordnungsgemäß entsorgen, appellierte Graf.

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