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Vöhringen

16.05.2018

Bunte Collagen zum Zehnjährigen

Freude über zehn Jahre Kunstforum: Links Vorsitzende Gabriele Reh-Höb, rechts Hannelore Horber, Urmutter der Ausstellungen.
Bild: Ursula Katharina Balken

Zum Geburtstag des Kunstforums in Vöhringen geht es im Wolfgang-Eychmüller-Haus farbenfroh zu.

Zehn Jahre lang gibt es das Kunstforum in Vöhringen bereits. Die Gruppe, die sich aus Künstlern zusammensetzt, die ihrem Hobby Malen mit Leidenschaft nachgehen, ist ein Senkrechtstarter in der kulturellen Szene. So sprach Bürgermeister Karl Janson bei der Vernissage im Oberen Foyer des Wolfgang-Eychmüller-Hauses dann auch davon, wie sehr die Gruppe das gesellschaftliche Leben in der Stadt inspiriere. Was an Bildern in all den Jahren gezeigt worden ist, beweise, welch „hohes Niveau“ die Hobby-Künstler entwickelt hätten.

Das Thema der Jubiläumsvernissage hieß Collagen, ein weites Feld der Ausdrucksmöglichkeiten. Plakativ, aber treffend, zeigt ein Werk etwa eine geriffelte Leinwand mit Schuhen – ein moderner High Heel neben einem Schuh, der eher fürs Bequeme gedacht ist. Manche Künstlerinnen erfüllen die Vorgabe Collage nur bedingt, was die Bilder aber nicht weniger beachtenswert macht. Die Malerinnen schöpfen aus dem Vollen mit Farbe und Fantasie und bewegen sich mehr im abstrakten Bereich. Kleine Accessoires, wie Papierschnipsel oder Quadrate aus Wellpappe, erfüllen dann die Themenvorgabe.

Ausgefallen ist das Motiv zweier sich küssender Frauen. Blicklos die eine, die andere bekleidet mit kleinen Metallstreifen, genannt „Der etwas andere Kuss“. Auch eine Gebirgslandschaft, versehen mit einem Pflaster und dem ins Auge springenden Wort „Zensiert“ regt zum Nachdenken an. Es lässt einiges an Interpretation zu. Keine Äußerung erwünscht über eine Bergwelt, die der Kommerz sich immer mehr einverleibt. Und das Pflaster? Ein deutlicher Hinweis auf eine Natur, die bereits unter ihrer Einschränkung leidet, die verletzt ist, die als Schöpfung nicht mehr wahrgenommen wird.

Eines markiert die Ausstellung aber deutlich: Kreativität treibt herrliche Blüten in gegenständlicher Darstellung, aber auch in abstrakten Bildern, aus denen die Freude am Schaffen des Künstlers spricht. Es ist eine sehenswerte Ausstellung. Vielseitigkeit, Farbenkraft, der Ideenreichtum – das alles ist faszinierend. Die Bilderschau beflügelt die eigene Fantasie und macht Freude.

Vorsitzende Gabriele Reh-Höb gab einleitend zu verstehen, dass Hannelore Horber, Ehrenmitglied des Kunstforums, eine gute Vorlage zur Gründung der Gruppe geleistet habe und dass durch die jährlich stattfindenden Ausstellungen „Wir trauen uns“ Impulse ausgegangen seien. Dann stand Horber, die Urmutter des Forums, am Mikrofon. Das Forum sei wie ein adoptiertes Kind. Die Idee lebe weiter, das mache sie glücklich, sagte Horber, die sichtlich bewegt war. Die Ausstellungen seien nach wie vor eine Herzensangelegenheit.

Karin Holitschke, nach der Gründung des Kunstforums zur Vorsitzenden gewählt, sprach über das Engagement des Forums im städtischen Leben. Eva Rommel hatte per Powerpoint-Präsentation eine Retrospektive vorbereitet, von den Anfängen bis heute. Ein schwungvoller Glückwunsch kam von den Merk Brothers aus Altenstadt.

Termin: Die Ausstellung kann bis einschließlich Pfingstmontag, 21. Mai, täglich von 16 bis 19 Uhr im Oberen Foyer des Kulturzentrums besichtigt werden.

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