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Illertissen

18.02.2016

Der Bauzaun steht und steht...

Bis Ende Januar hatte die Stadtverwaltung den Bauzaun vor dem Sauter-Klasar-Gebäude genehmigt, die Frist aber nicht mehr verlängert. Nun soll er bis Ende Februar entfernt werden, sagt Bauherrin Sabrina Klasar.
Bild: Ralph Patscheider

Verwaltung hat Genehmigung nicht nochmals verlängert. Bauherrn sagen, bis Ende Februar ist er weg.

Der Bauzaun steht nach wie vor an der Ecke von Hauptstraße und Marktplatz in Illertissen, juristisch betrachtet befindet er sich seit gut einem halben Monat aber in rechtsfreiem Raum. Die Genehmigung ist Ende Januar abgelaufen. Sie war von der Stadtverwaltung ohnehin schon um einen Monat verlängert worden. Jetzt stehe man in Kontakt mit den Bauherrn, erklärte Klaus Herrmann vom städtischen Ordnungsamt auf Nachfrage. Und Bauherrin Sabrina Klasar versichert, im Laufe des Monats Februar werde der Bauzaun verschwinden. Es hänge aber von der Witterung ab.

Der Zaun aus Holzlatten war aufgestellt worden, als die Umbauarbeiten am ehemaligen Mayer&Müller-Geschäftshaus in der Illertisser Stadtmitte begannen. Inzwischen haben die neuen Inhaber, Sauter und Klasar, an beiden Seiten des Eckgebäudes Neubauten errichtet und auch schon in Betrieb genommen. Die Arbeiten am zentralen, denkmalgeschützten Gebäude sind aber noch nicht abgeschlossen. Vor diesem Gebäude prangt der etwa zwei Meter lange Lattenzaun.

Obwohl er an zwei Seiten den Gehweg nahezu komplett beanspruchte, betrachteten die Illertisser den Zustand als vorüberrgehendes und notwendiges Übel. Ende letzten Jahres mehrte sich aber die Kritik. Bürger hatten wohl beobachtet, dass hinter dem Zaun kaum etwas gebaut wurde, das Verkehrshindernis für Passanten sich aber breit machte wie zu Beginn. Dies hatte zum Beispiel Ex-Stadtrat Gerhard Reisinger Ende November in der Bürgerversammlung beklagt. Die Bauherrn Sauter und Klasar ließen, nachdem sich Kritik mehrte, den Zaun fürs Weihnachtgeschäft ein kleines Stück zurücksetzen. An der Marktplatzseite ist der Gehweg für Passanten aber weiterhin kaum nutzbar – zumal dort eine Straßenlaterne den Weg zusätzlich versperrt.

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Die Stadt hat die Genehmigung für den Zaun nicht nochmals verlängert und laut Herrmann das den Bauherrn auch mitgeteilt. Seither sei man im Gespräch. Den Aussagen des Ordnungsamtsleiters ist zu entnehmen, dass die Stadt wohl eine gemeinsame Lösung anstrebt und sie nicht Ordnungsgelder verhängen oder den Zaun auf dem Wege der sogenannten Ersatzvornahme für die Bauherrn kostenpflichtig entfernen will. Möglich wäre das laut Klaus Herrmann, wenn gewisse Fristen gewahrt sind. Der Stadt sei aber bewusst, dass irgendwann, wenn die Witterung Arbeiten am Gebäude wieder ermögliche, wieder ein Zaun oder auch ein Baugerüst für Putzer- und Malerarbeiten zu tolerieren sei.

Sabrina Klasar sagt auf Nachfrage, derzeit könnten Verputz- oder Malerarbeiten nicht erledigt werden. Wenn es das Wetter zulasse, werde weitergearbeitet. Im Laufe dieses Monats solle der Zaun aber entfernt werden. Wann die Bauarbeiten am historischen Gebäude ganz beendet werden können, sei derzeit noch nicht abzusehen. Es handle sich um ein denkmalgeschütztes Haus, bei dessen Ausbau viele Details zu beachten seien.

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