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Weissenhorn

31.01.2020

Die Grundschule Nord bekommt wohl eine zweite Kombiklasse

Bis zu einer Gesamtzahl von 70 Kindern in der ersten und zweiten Klasse wird nach Angaben des Staatlichen Schulamts eine Kombiklasse gebildet. Nach derzeitigem Stand kommt an der Grundschule Nord zum Schuljahr 2020/2021 eine zweite Kombiklasse.
Foto: Archivfoto Andreas Brücken

Die vorgesehene Sprengel-Änderung in Weißenhorn wirkt sich im nächsten Schuljahr noch nicht aus. Langfristig soll die Schule aber zweizügig bleiben.

Zum nächsten Schuljahr wird an der Grundschule Nord in Weißenhorn voraussichtlich eine zweite Kombiklasse gebildet. Mit einer Änderung des Grundschulsprengels sollte auf Bitten der Eltern eigentlich verhindert werden, dass noch mehr Kinder klassenübergreifend unterrichtet werden. Doch nach derzeitigem Stand kommt die Änderung zum Schuljahr 2020/2021 noch nicht zum Tragen, wie Hauptamtsleiterin Melanie Müller diese Woche im Stadtrat berichtete.

Langfristig ist es aus Sicht der Stadtverwaltung dennoch sinnvoll, auf eine Veränderung der Einzugsgebiete der beiden Weißenhorner Grundschulen hinzuwirken. Wie das konkret aussehen könnte, darüber hat sich Müller zusammen mit den beiden Schulleiterinnen Silvia Janjanin (Grundschule Süd) und Bärbel Brokmeier (Grundschule Nord) unterhalten. „Und wir haben geschaut, in welchen Geburtsjahrgängen Schüler von Süd nach Nord übertragen werden können“, sagte Müller. Mit dem Staatlichen Schulamt wurden die Ergebnisse abgesprochen.

In den Folgejahren kommen wohl wieder mehr Kinder

Demnach würden die Gebiete Eschach und der Ortsteil Emershofen künftig dem Grundschulsprengel Nord zugerechnet werden. Gleiches gilt für folgende Straßen: Blumengasse, Günzburger Straße, Kaiser-Karl-Straße, Nikolaus-Thoman-Straße, Oberhauser Straße, St.-Johannis-Straße, Ulmer Straße und Zollstraße. Wobei die St.-Johannis-Straße zweigeteilt ist. Denn den Kindern, die östlich der Oberhauser Straße wohnen, sei es nicht zuzumuten, auf ihrem Schulweg die Oberhauser Straße zu überqueren.

Bei diesem Punkt hakte Stadträtin Sabine Snehotta (ÖDP) nach. „Kann man da keine Ampel bauen, damit die Kinder einen sicheren Schulweg haben?“, fragte sie. So einfach sei das nicht, antwortete Bürgermeister Wolfgang Fendt. Die Oberhauser Straße sei eine Staatsstraße, die Kommune daher nicht für diese zuständig. Für eine Ampel brauche es Voruntersuchungen wie zum Beispiel Zählungen der Fußgänger, was viel Zeit in Anspruch nehme, sagte Fendt.

Grundsätzlich begrüßten die Stadträte die Bemühungen der Verwaltung, um langfristig die Zweizügigkeit an beiden Schulen zu sichern. Kerstin Lutz (CSU) bat jedoch darum, beim Schulamt noch einmal nachzufragen, ob im kommenden Schuljahr nicht doch zwei erste Klassen gebildet werden können. „Es wäre nur ein Jahrgang, wo die Kombiklasse nötig wäre“, sagte sie mit Blick auf die Kinderzahlen der künftigen Jahrgänge, die das Bürgerbüro ausgewertet hatte. Wenn es eine zweite Kombiklasse gebe, dann müsste eine Lehrkraft gehen, die man in den darauffolgenden Jahren wieder benötigen würde, sagte Lutz.

Die Grundschulleiterin unterricht selbst die bisherige Kombiklasse

Auch Bürgermeister Fendt machte deutlich, dass es weitere Probleme nach sich ziehe, wenn eine Lehrkraft wegfalle. Die Schulleiterin Bärbel Brokmeier hatte jüngst im Gespräch mit unserer Redaktion gefordert, dass es keine zweite Kombiklasse geben sollte. Mit der bereits bestehenden Kombiklasse, die sie selbst unterrichtet, funktioniere es momentan ganz gut.

Es sei wichtig für die Schulstadt Weißenhorn, die beiden Grundschulen zu erhalten, sagte Herbert Richter (SPD). Er begrüßte deshalb, dass das Verfahren zur Sprengel-Änderung in Gang gesetzt wurde. Auf einstimmigen Beschluss des Gremiums wird die Stadtverwaltung nun den Antrag bei der Regierung von Schwaben einreichen.

Eine Äußerung über die Grundschule Nord wollte Richter jedoch nicht stehen lassen. Michael Schrodi (CSU) hatte im Bauausschuss behauptet, dass der Stadtrat einst gar keine zweite Grundschule gewollt habe (wir berichteten). Das sei nicht richtig, sagte Richter. Die Grundschule Süd habe vor dem Bau der zweiten Schule aus allen Nähten geplatzt: „Das war unterm Strich die größte Grundschule im Regierungsbezirk Schwaben“, sagte der Fraktionschef. Die Idee, das Gebäude zu erweitern, sei aber abgelehnt worden mit der Aussage, dass es keine sechszügigen Grundschulen gebe.

Ein Porträt über die Leiterin der Grundschule Nord in Weißenhorn lesen Sie hier: Kleine Schule, große Aufgaben: Sie leitet die Grundschule Nord in Weißenhorn

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