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Bellenberg

19.02.2018

Ein Stück Rockgeschichte in der Traube

Sänger Reece und Gitarrist Pané während ihres Auftritts in der Traube in Bellenberg. Die Rocker haben dort ihre neues Album „Back with a Vengeance“ vorgestellt – und das Publikum begeistert.
Bild: Holley

Die Sainted Sinners haben ihr neues Album vorgestellt - und die Zuhörer begeistert.

In der Bellenberger Kultkneipe Traube ist am vergangenen Freitag wohl auch ein Stück Rockgeschichte gefeiert worden: Die Sainted Sinners, eine internationale Hardrockband, gaben ihre Hits zum Besten und präsentierten ihr zweites Album „Back with a Vengeance“. Allerdings war es nicht das erste Mal, dass die Rocker in der Kneipe das Publikum begeisterten: Vor rund einem Jahr waren die Vier schon einmal in Bellenberg zu Gast. Damals stellten sie ihr erstes Album „Sainted Sinners“ vor.

Unter den rund 200 Gästen fanden sich neben treuen Sainted-Sinners-Fans auch viele Neulinge. Für die Besitzerin der Traube, Christina Riegel, war der Abend ein voller Erfolg. Sie veranstaltet regelmäßig Live-Auftritte in ihrem Lokal, oft im Wechsel zwischen Bands mit selbst gemachter Musik und Cover-Gruppen. Bei den Bands mit eigener Musik müsse häufig „viel Vorarbeit geleistet werden, damit genügend Leute kommen“, so Riegel. Sie versucht ihre Gäste mit dem Argument zu überzeugen, dass die Menschen zwar jeden Tag ins Kino gehen können, ein Liveauftritt jedoch etwas Besonderes sei. Die Sainted Sinners haben es auch in ihre private Playlist geschafft: „Sie bleiben ihrem Stil treu und haben einen eigenen Touch“, sagte Riegel.

Dieser besondere Stil begeisterte auch die Gäste in Bellenberg: Schon von Beginn an, beim Lied „Rise like a Phoenix“, gab es die ersten kleinen Tanzeinlagen und einige Smartphones wurden in die Höhe gereckt. Zwischen den Songs hielt Sänger David Reece immer wieder kurze Ansprachen an sein Publikum: Ganz gleich, ob er nun seiner Meinung zum Nordkoreanischen Diktator Kim Jong Un Luft machte, oder Anekdoten über ein Mitglied der Skorpions erzählte, das angeblich in Thailand aus Versehen einen Prinzen statt eine junge Frau aus dem Club nach Hause begleitete – immer wieder sorgte der Sänger für Applaus. Letztere Geschichte nutzte die Gruppe sogar als Inspiration für einen ihrer Songs.

Matt Bischof von der Plattenagentur El Puerto Records, bei der die „gesegneten Sünder“ unter Vertrag stehen, stellte fest: „Die Band rockt nun schon ein Jahr live zusammen, das ist alles eingespielter und lockerer.“ Bischof verfolgt seine Vertragspartner seit dem ersten Konzert zum Albumrelease 2017. Damals seien weniger Zuschauer um den Sänger David Reece, Gitarristen Frank Pané, Bassisten Malte Burkert und Schlagzeuger Berci Hirleman gewesen. Unterstützt wurden sie am Freitag am Keyboard von Andrea Vergor.

Und spätestens beim letzten Lied des Abends waren dann alle Zuhörer am Tanzen oder Mitsingen. „We’re all Sainted Sinners“ greift nicht nur den Bandnamen mit auf, sondern blieb wohl auch einigen Zuhörern noch lange nach dem Konzert im Ohr.

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