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Illertissen

12.02.2018

Er feilt weiter an Illertissens Ruf als Heimat für Klassik

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Fritz Unglert hat schon weltbekannte Künstler für Konzerte nach Illertissen geholt, doch sein Lieblingsprojekt ist das Festival „Junge Künstler – Stars von morgen“, das im Herbst 2017 zum vierten Mal in Folge stattgefunden hat.
Bild: Regina Langhans

Fritz Unglert wurde einstimmig als Vorsitzender des Freundeskreises wiedergewählt. Der 77-Jährige ist voller Pläne – und er verrät, worauf sich Konzertbesucher freuen können.

Innerhalb von 16 Jahren ist es Fritz Unglert gelungen, Illertissen als Veranstaltungsort in der Musik- und Konzertbranche so bekannt zu machen, dass er inzwischen – wie er sagt – nahezu täglich Anfragen von Agenturen erhält. Das Ziel des Vorsitzenden des Freundeskreises „Kultur im Schloss“, Illertissen zur Kulturstadt und zu einer Heimat für klassische Musik und junge Künstler zu machen, wird Jahr für Jahr ein Stückchen mehr zur Realität. Doch nicht allein darum ging es bei der Mitgliederversammlung: Es wurde auch sportlich.

So empfanden die geschätzt 70 Kulturfreunde in der Schranne den Besuch des Olympioniken Alexander Resch als Bereicherung .Ebenso wie den Film über eine zurückliegende Venedigreise. Die Geschwister Gabriela und Brian Frank umrahmten die Veranstaltung musikalisch auf Euphonium und Tuba.

Turnusgemäß waren im Verein nach zwei Jahren Wahlen angestanden, wobei die Mitglieder ihrem bisherigen Führungsteam um Unglert einhellig das Vertrauen aussprachen. Er kann wieder auf Gabriele Rüger als Stellvertreterin, seinen Sekretär Lorenz von Kress und Schatzmeisterin Ursula Schilder zählen. Beisitzer sind wie gehabt Trixi Becker, Hans Joachim Lüddemann und Conny Unglert. Der Verein zählt 335 Mitglieder und damit wieder gewachsen.

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Die Bilanz des Vorsitzenden gab zugleich Einblicke in das große Maß an ehreamtlich geleisteter Arbeit: Der Freundeskreis mit Unglert als künstlerischem Leiter betätigt sich als Manager, Veranstalter, Agentur und Förderkreis in Personalunion. Zudem werden im Hause Unglert Gäste persönlich bewirtet und betreut. Im Jahr 2017 gab es 13 Veranstaltungen mit 2600 Besuchern. Es wurden 10000 Programme verteilt und 3000 Einladungen versandt. Die Aktivitäten finanzieren sich einmal durch die Beiträge der Mitglieder, die zwischen Augsburg und Biberach, Ulm und Kempten wohnen. Sodann aus Spenden und Zuschüssen, auch von der Stadt Illertissen.

Bürgermeister Jürgen Eisen versicherte in seinen Grußworten, dies gerne zu tun. Zudem gebe es logistische Unterstützung etwa durch eine Hausmeister. Eine Absage erteilte er jedoch der von Fritz Unglert herbeigesehnte neue Stadthalle, der Rathauschef räumte dem Neubau des Gymnasiums Vorrang ein. Zudem sei die Standortfrage schwierig: Im Zentrum fehlten Parkplätze und ein Parkhaus käme teuer, am Kolleg gebe es Stellflächen, dafür hätten es Fußgänger schwer. Auch die Unterhaltskosten einer Kulturhalle sind für Eisen eine zu hohe Belastung.

Unglert ist als unentwegt Kulturschaffer voller Ideen – sogar ein Finanzierungskonzept für eine Halle hat er Eisen inzwischen vorgelegt: Er würde die Stadthalle vorrangig bauen, danach alles in die Schule investieren, hieß es.

Zum Programm fürs begonnene Veranstaltungsjahr sagte der alte und neue Vereinsvorsitzende: „Wir wollen die klassische Musik mit Jazz auflockern.“ Auf das Konzert mit Max Greger zum kürzlich erfolgten Saisonauftakt habe er viele Rückmeldungen erhalten. Eine Fortsetzung versprach er bei „Blues und Boggie pur“ mit Thomas Scheytt.

Das Programm für die fünfte Auflage des Festivals „Junge Künstler – Stars von morgen“ im zweiten Halbjahr sei soeben fertig geworden. Unglert machte neugierig auf die jungen Musiker: So spielt das Landesjugendjazzorchester und zum Ausklang des Festivals werden etliche junge Musiker aus Illertissen auf der Bühne stehen. Jennifer Miller mit Viola, die an der Akademie der Oper in Hamburg studiert, Jonas und Manuel Gira mit Horn und Klavier, Stephanie Kögel am Klavier, das Posaunenquartett sowie Chorkids vom Kolleg. Das Kulturgramm ergänzen Workshopangebote. Für die Konzertreise nach Verona zur Nabucco-Aufführung am 12. Juli sind noch Plätze frei.

Kontakt: Mehr zu den Veranstaltungen online: www.schloss-classics.de

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