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Hundesport

05.09.2016

Flotte Vierbeiner beweisen Geschick

Auch hohe Sprünge gehörten am Wochenende zum Agility-Turnier in Vöhringen. Riss ein Hund eine Stange, wurde dies als Fehler gewertet.
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Auch hohe Sprünge gehörten am Wochenende zum Agility-Turnier in Vöhringen. Riss ein Hund eine Stange, wurde dies als Fehler gewertet.

Knapp 150 Starter kämpften am Wochenende um die Platzierungen beim Agility-Turnier in Vöhringen. Dabei kamen Tiere und auch ihre Besitzer an ihre Grenzen

Fast 20 Hindernisse in knapp 25 Sekunden, Sprünge über Schulterhöhe, eine enge Slalomstrecke, ein schmaler Balken oder auch eine Wippe: All das haben Vierbeiner am Wochenende auf dem Gelände der Hundesportfreunde Iller-Donau in Vöhringen gemeistert.

Der noch sehr junge Verein (Gründung 2014) stemmte dabei zum ersten Mal überhaupt ein solches Ereignis. Vorsitzender Peter Bachmeier macht dabei keinen Hehl aus seinem Stolz: „Vor zwei Jahren war hier nur Acker und Ödland“, erinnert sich der 58-Jährige. „Umso erfreulicher ist es, dass wir solch ein Turnier auf die Beine stellen können.“

In enger Kooperation mit anliegenden Vereinen oder Klubs konnten alle Anforderungen für solch ein überregionales Agility-Turnier erfüllt werden. So stellte etwa der benachbarte Boxer-Klub Parkplätze für die Wohnmobile derjenigen Wettkämpfer bereit, welche das gesamte Wochenende über auf dem Gelände blieben. Gemeinsam mit ungezählten Zelten rund um den Parcours ergab sich ein Bild wie in einem Feriendorf. „Es ist einfach eine super Atmosphäre hier. Man hilft sich, wo man kann“, freut sich Bachmeier.

Flotte Vierbeiner beweisen Geschick

An der Startlinie allerdings ist dann wieder jedes Team – bestehend aus Hund und Besitzer – auf sich alleine gestellt. Es gilt, den vom Richter eigens erstellten Parcours in einer vorgegebenen Zeit möglichst fehlerfrei zu überwinden. Als Fehler wird beispielsweise das Reißen einer Stange beim Sprung, das Auslassen eines Hindernisses oder auch die Missachtung ausgewählter Kontaktpunkte, welche der Hund mit seinen Pfoten berühren muss, gewertet. Wird die Strecke unerlaubt abgekürzt oder eine Barriere aus falscher Richtung angegangen, ist gar eine Disqualifikation die Folge.

„Nur wer die Strecke fehlerfrei meistert, hat eine Chance, in die nächst höhere Leistungsklasse aufzusteigen“, weiß Christian Görl, 38, Agility-Leistungsrichter im Deutschen Verband der Gebrauchshundsportvereine (DVG), Landesverband Bayern. Möglich sei dies allerdings nur bei der Teilnahme am sogenannten A-Lauf, ein anspruchsvollerer Parcours als der alternative Jumping-Lauf. „Aufstiege sind möglich von der Klasse 1 bis zur Klasse 3“, so Görl. „Von da an geht es um die Qualifikation zu Meisterschaften.“

An den Start gehen kann jeder, der die Begleithundeprüfung abgelegt hat, der Mitglied in einem dem DVG zugehörigen Verein und dessen Hund mindestens 18 Monate alt ist. Je nach Größe und Gewicht des Tieres untergliedert sich jede der drei Leistungsklassen in small, medium und large (klein, mittel und groß).

Abseits des Wettkampfgeschehens gleicht das Turniergelände viel mehr einem Ferienort: Ringsherum stehen Caravans, Wohnmobile und Zelte. Die angrenzenden Wege sind gesäumt von Vierbeinern, die Gassi geführt werden, auf den Grünflächen stehen kleine Tische und Stühle.

„Fast wie ein kleiner Urlaub“, sagt auch die 32-jährige Julia Görl. Sie sitzt vor ihrem Wohnwagen, umringt von ihren vier Hunden, und unterhält sich mit ihrer Nachbarin. Erst wenige Minuten zuvor ging sie mit ihrem Sporthund „Becks“ an den Start. Dass das Tier für gute Leistung steht, verrät dessen Spitzname: „Weißer Blitz“ meisterte den Parcours als einer der schnellsten Hunde in knapp 25 Sekunden.

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