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Kneipen-Krimi

04.03.2013

Gäste dringend tatverdächtig

Christina Rieth (links) und Felixa Dollinger schlüpften während des Krimiabends im Illertisser Lokal „Enoteca Centrale“ in viele Rollen.
Bild: Zita Schmid

„Dollinger Theater“ spielt im „Enoteca Centrale“

Illertissen Es war ein Krimi-Cocktail der ganz besonderen Art, den Felixa Dollinger und Christina Rieth mit ihrem Theater „Pleiten, Pech und Leichen“ den Gästen im Lokal „Enoteca Centrale“ servierten. Der Spaß kam an diesem Krimiabend nicht zu kurz, obwohl auch alle Gäste zunächst dringend tatverdächtig waren. Natürlich war kriminalistischer Spürsinn gefragt, passierte doch vor dem Illertisser Lokal, direkt am Marktplatz, ein Mord. Halt – zuvor war noch das geplatzte Krimidinner.

Auf den Tischen standen schon die leckeren Häppchen bereit und die Gäste warteten auf den Krimi, der da kommen sollte. Doch die tollpatschige Miriam Kaminski, gespielt von Felixa Dollinger, verpatzte alles: Sie kam zu spät, vergaß die Requisiten, rammte mit ihrem Drahtesel in der Eile noch das Auto eines Gastes. Ihre resolute Schauspielkollegin Charlotte Büchner (Christina Rieth) sagte daraufhin das Dinner ab. Da passierte der Mord, vollbracht mit einer Gartenhacke. Rieth und Dollinger schlüpften – teils mit rasanter Geschwindigkeit – in die verschiedenen Rollen. Etwa in die der gestrengen Kommissarin, die offensichtlich gewohnt war, dass man spurt. „Hier wird nichts mehr getrunken, angefasst oder gar Indizien aufgefressen …“, blaffte sie die Gäste an, die dieser Aufforderung mit dem nötigen „Ernst“ humorvoll folgten.

Kriminalistische Kleinarbeit mit viel Wortwitz

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In kriminalistischer Kleinarbeit und viel Wortwitz wurden die Spuren gesichert. Ein „Identifikationsgerät“, das einer Straßenbaulampe täuschend ähnlich sah, war ein Teil davon. Die vielen Fragen, die die verdächtigen abendlichen Dinnergäste über sich ergehen lassen durften, war der andere Part. Alter und Wohnsitz wollten sie wissen. Taschen mussten geleert werden. Was da alles hervorkam – selbst Steine trug einer der Gäste in seinen Hosentaschen. Tatinstrumente wurden nicht gefunden. Nach und nach waren die Gäste als Hauptverdächtige außen vor.

Die Rollen der verbleibenden möglichen Täter verkörperten Dollinger und Rieth mit atemberaubendem schauspielerischen Elan. Dabei waren die Charaktere mehr als unterschiedlich. Da war etwa die verheulte Freundin der Toten, die gluckenhaft erscheinende „Fast-Schwiegermutter“ oder die rüpelhaft-coole Nachbarin. Alle wurden sie verhört und die Gäste durften mit raten. War es Mord aus Eifersucht oder vielleicht aus Rache? Schließlich versprach sich der Bösewicht und verriet sich so selbst. Das Publikum war begeistert und ein langer Applaus folgte. Und auch die Darsteller waren mit dem Abend sehr zufrieden. Das Publikum in das Geschehen mit einzubeziehen, sei für sie immer wieder eine Herausforderung. Doch die Illertisser – so sagten Dollinger und Rieth – hätten toll mitgespielt.

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