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Osterberg

23.05.2020

Gebühren für Abwasser steigen in Osterberg und Weiler

Die Abwassergebühren in Osterberg und Weiler steigen.
Bild: Anne Wall

Plus Der Osterberger Gemeinderat hat über eine Anhebung der Abwassergebühren abgestimmt. Was jetzt auf die Bürger zukommt.

Die Bürger in Osterberg und Weiler müssen sich auf deutlich höhere Abwassergebühren einstellen. Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung einer deutlichen Anhebung der Beträge zugestimmt. Im Mittelpunkt der Beratung stand auch der Vorschlag, dass sich Osterberg im Hinblick auf Kosteneinsparungen künftig bei der Abwasserentsorgung mit anderen Gemeinden zusammenschließen sollte.

Zu Beginn erläuterte Kämmerin Claudia Pfisterer die Gründe für die stark steigenden Gebühren. Die Schmutzwassergebühr wird um rund 40 Prozent angehoben und die Gebühr für das Niederschlagswasser soll um knapp 60 Prozent ansteigen. Pfisterer erläuterte, dass im Kalkulationszeitraum der nächsten vier Jahre Investitionen in Kanalnetz und Kläranlage im Bereich von 1,5 Millionen Euro anstehen, die im Zuge der Neukalkulation berücksichtigt wurden.

Da kein einmaliger Verbesserungsbeitrag erhoben werden soll, müsse man die Investitionen auf die Gebühren umlegen. Zudem sei im zurückliegenden Kalkulationszeitraum ein Defizit in Höhe von knapp 60.000 Euro aufgelaufen, das ebenfalls gebührensteigernd in die Neuberechnung eingeflossen sei.

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Ratsmitglied Henning von Sethe meinte, dass sich auch der Umstand, dass sich Osterberg als relativ kleine Gemeinde eine eigene Kläranlage leiste, negativ auf die Höhe der Abwassergebühren auswirke. Sethe regte an, dass man sich bei der Abwasserbeseitigung mit Nachbargemeinden wie Unterroth und Oberroth zusammenschließen sollte.

Gemeinderat Jürgen Blechschmidt war diesbezüglich wenig optimistisch. Er meinte, dass die Nachbargemeinden im Zuge der Neuerschließung von Baugebieten ihre Kläranlagen-Kontingente selbst benötigen und wenig Interesse an einem Zusammenschluss mit Osterberg haben werden.

Die Kämmerin erläuterte, dass sich die Bedingungen für den wirtschaftlichen Betrieb der Kläranlage verschlechtert haben. So seien große Firmen mit signifikanten Abwasserkontingenten wie die Bäckerei und die Brauerei weggefallen. Die Rätegemeinschaft segnete die Gebührenerhöhungen in der Sitzung letztlich einstimmig ab.

Die Schmutzwassergebühren werden von derzeit 3,94 Euro pro Kubikmeter auf künftig 5,48 Euro ansteigen. Die Gebühr für das Niederschlagswasser wird pro Quadratmeter und Jahr von 0,45 Euro auf 0,71 Euro angehoben. Die Erhöhungen treten ab Juli für einen Kalkulationszeitraum von vier Jahren in Kraft.

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