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Dietenheim

17.12.2020

Gemeindefinanzen: Dietenheim denkt an Darlehen

Die Stadt Dietenheim wird nächstes Jahr wohl einen Kredit aufnehmen müssen-
Bild: Alexander Kaya (Symbol)

Plus Die Stadt Dietenheim plant ihren Haushalt für 2021. Diesmal könnte ein Kredit notwendig werden.

Nach einer Reihe von Baugenehmigungen und weiteren Beschlüssen, die vor Jahresende noch erledigt werden mussten, stand die Vorlage der Eckdaten zum Haushaltsplan für 2021 im Mittelpunkt der letzten Gemeinderatssitzung dieses Jahres in Dietenheim. Stadtkämmerer Alfred Stoerk und Erster Bürgermeister Christopher Eh, der früher selbst als Finanzfachmann in der Ulmer Stadtverwaltung gearbeitet hatte, legten dem Ratsgremium eine umfassende Darstellung der Eckdaten vor.

Wie der Bürgermeister ausführte, konnte das Jahr 2020 trotz der schweren Corona-Krise dank staatlicher Soforthilfen einigermaßen gut überstanden werden. Für 2021 seien allerdings keine Hilfen in der bisherigen Höhe mehr zu erwarten, sodass – durchaus ungewöhnlich für Dietenheim – für 2021 eine Darlehensaufnahme in Höhe von einer Million Euro vorgeschlagen werde.

Die vorgelegten Eckdaten werden allerdings nun in allen Einzelheiten weiter diskutiert und so kann sich durchaus noch eine Änderung ergeben, wenn die Gemeinderäte anderweitige Einsparungen vornehmen. Nach der Detaildiskussion, die im Januar im Verwaltungsausschuss erfolgen wird, ist die Verabschiedung des Haushalts für die Märzsitzung vorgesehen.

Im Dezember dürfte eine schwarze Null erreicht sein

Die Ausgangslage, so wurde erläutert, sei von drei Punkten geprägt: Die Ertragslage werde deutlich sinken und nicht mehr für ein deutlich positives Ergebnis ausreichen; das Investitionsvolumen werde zwar hoch, aber deutlich unter dem der Vorjahre bleiben, und im Gegensatz zu den Vorjahren werde die erwähnte Kreditaufnahme erforderlich. Mit Stand Dezember 2020 werde allerdings immer noch eine „schwarze Null“ erwirtschaftet. Für Sanierung und Instandhaltung des städtischen Sachvermögens stünden immer noch genügend Mittel zur Verfügung, und mittel- wie langfristig sehe es danach aus, dass dann wieder keine neuen Schulden aufzunehmen seien. Das Gewerbesteueraufkommen 2020 liege zwar mit genau 1,5 Millionen Euro um 220.000 Euro niedriger als geplant, aber nicht so tief wie befürchtet. Für 2021 seien in etwa dieselben Zahlen zu erwarten. Bei den Einkommensteuereinnahmen sei mit einem leichten Anstieg zu rechnen.

Durch eine Tarifsteigerung sowie Einstellungen steigen die Personalkosten leicht an. In der Steuerkraftsumme liegt Dietenheim mit 1374 Euro pro Einwohner unter dem Durchschnitt des Alb-Donau-Kreises (1510) und von Baden-Württemberg (1699). Die Investitionen zur Gebäude- und Infrastruktur-Unterhaltung bleiben 2021 mit 600.000 Euro auf gleichem Niveau wie 2020, sämtliche beschlossenen Vorhaben können abgewickelt werden. Bedingt durch die neue Darlehensaufnahme steigt der Schuldenstand auf 2,66 Millionen. Die Haushalts-Plansumme liegt mit 5,961 Millionen Euro rund eine Million unter der von 2020 (laut Hochrechnung 6,915 Millionen), und etwa eine halbe Million unter dem für 2019 festgestellten Ergebnis mit 6,436 Millionen.

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