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Lindenschule

15.05.2015

Gemeinderat zieht Sanierung dem Abriss vor

Der schöne äußere Schein der Lindenschule in Bellenberg entspricht nicht mehr ganz der inneren Wirklichkeit. Nun wird sie rundumerneuert.
Bild: R. Langhans

Konzept bei vier Gegenstimmen beschlossen. Baubeginn soll 2017 sein

Die Lindenschule in Bellenberg – der älteste Trakt ist von 1954 – soll im Zuge einer Rundum-Sanierung auf den neuesten energetischen Stand gebracht werden. Dafür hat sich der Gemeinderat, dem vier Konzepte vorlagen, bei vier Gegenstimmen ausgesprochen. Baubeginn ist 2017. Laut Berechnung des Architekten soll die Sanierung 2875000 Euro kosten, wovon abzüglich Förderung ein Eigenanteil von 2150000 Euro bleibt.

Bei der Renovierung wird unter anderem die Haustechnik komplett erneuert, wogegen die gut erhaltenen Böden bleiben. Weiterhin hat der Gemeinderat Entscheidungen getroffen, um die Schule auf lange Sicht fit zu machen. Bei drei Gegenstimmen soll für veranschlagte 250000 Euro das Dach mit einer Fläche von 1565 Quadratmetern miterneuert werden. Dessen Renovierung käme laut Architekt in acht bis zwölf Jahren auf Bellenberg zu. Ähnlich in die Zukunft gedacht hat das Gremium, indem es bei fünf Gegenstimmen den Einbau eines Aufzugs vorsieht. Zusammen mit dem Schacht hat der Planer Kosten von 130000 Euro berechnet.

Einstimmig abgelehnt wurde die Überlegung, in das mit dem Einbau neuer Fenster rundum gedämmte Gebäude pro Raum ein Lüftungsgerät zu installieren. Die geschätzten Kosten bei 14 Geräten betragen 210000 Euro. Das Gremium war sich einig, dass Klassenräume beim Stundenwechsel grundsätzlich gelüftet würden. Die Summe der getroffenen Entscheidungen stellt somit einen Kompromiss aus den Vorzügen der anderen Varianten dar.

Schnell war sich das Gremium gegen einen Komplettneubau für 5330000 Euro einig, bei dem abzüglich Förderung an der Gemeinde 3700000 Euro hängen blieben. Für die teuerste der vier Lösungen bekäme Bellenberg zwar eine Schule nach modernstem Standard, die allerdings wegen geringerer Schülerzahlen um ein Drittel kleiner ausfallen müsste. Dabei erscheinen die Vorteile des großzügigen Schulgebäudes unverzichtbar: Die Grundschule habe mehr pädagogischen Spielraum – wie Rektorin Irene Schmid auf einer Beispielliste erläuterte –, Vereine oder Bürger profitierten ebenfalls und hingen am Gebäude. Als unrentabel galt hingegen die günstigste, vierte Variante im Sinn einer technischen Sanierung mit Kosten von 1989000 Euro, wofür es keine staatlichen Gelder gibt.

Variante zwei als Kompromiss, die Ersetzung nur des ältesten Baus von 1954 und ein behindertengerechter Aufzug mit Kosten von 4087000 Euro und 3000000 Euro Eigenanteil, wurde von den Räten Wolfgang Schrapp, Dietmar Jäckle und zwei weiteren Kollegen favorisiert. Jetzt geht das mehrheitlich abgesegnete Konzept in die Entwurfsplanung, um den Antrag für die staatliche Förderung zu stellen.

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