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Konzert

12.06.2012

Himmelsstürmende Gebete im Theater am Espach

Nach einigen Probentagen in der Jugendbildungsstätte Babenhausen gestaltete der Gospelchor der St.-Lukas-Gemeinde München unter Leitung von Bastian Pusch einen Gottesdienst der evangelischen Kirchengemeinde Lauben-Babenhausen.
Bild: Bader

Gospelchor der Münchner St.-Lukas-Gemeinde begeistert in Babenhausen

Babenhausen „Gott achtet mich, wenn ich bete, aber er liebt mich, wenn ich singe.“ Unter diesem Leitgedanken könnte man die Auftritte des international bekannten Gospelchors der St.-Lukas-Gemeinde München sehen. Im Anschluss an einige Probentage in der Jugendbildungsstätte ließ sich die Sängerschar auch heuer wieder von der evangelischen Kirchengemeinde Lauben-Babenhausen einladen. Da die Temperaturen für einen Gottesdienst im Freien zu kühl waren, wurde das Theater am Espach festlich geschmückt.

In Vertretung von Pfarrer Stefan Scheuerl begrüßte Gemeindevorsteher Klaus Ewert eine stattliche Besucherschar. Er lud sie ein, einen Gottesdienst ganz ohne liturgische Gesänge und dogmatische Zwänge mitzufeiern. Denn in den Gospelgesängen stecke eine frohe Botschaft voller Lebensfreude und Energie.

„Blessing of Abraham“ klang es frisch und fröhlich sowie mit einer Ausstrahlungskraft durch den Raum, die den Funken gleich ins Publikum überspringen ließ. Mit „Get glory and happiness“ vermittelten die Sängerinnen und Sänger eine Botschaft des Trostes und der Freude, die durch Gott geschenkt wird. Dazu bekannten sie sich auch in der eindringlich gesungenen Weise „You are the strength of my life“. Aber auch die zu Klavierbegleitung präsentierten leisen und andächtigen Töne mit leidenschaftlichen Solo-Stimmen faszinierten, zum Beispiel „Father, please hear us“.

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In der Weise „Holy is the lord“ verspürten viele Besucher das Be-dürfnis, den Rhythmus mitzuklatschen und die Melodie zu summen. Chorleiter Bastian Pusch scheint geradezu vor Energie und Elan zu sprühen und überträgt Schwung und Begeisterung auf den Chor. Im Gospel „He’s got the whole world in his hands“ forderte er zum Mitsingen auf. Der Raum schien zu vibrieren, das Publikum - egal ob jung oder alt - sang, klatschte und lachte gelöst und entspannt. Man spürte, hier erfüllte eine authentische Musik den Raum. Es sind Klänge, die in Verbindung mit dem Glauben die Kraftquelle schenkten, welche die Sklaven einst ihre menschenunwürdigen Bedingungen aushalten ließ. Eine Ahnung von den tief empfundenen Liedern, Texten und ihrer Kraft erschloss sich auch den Gottesdienstbesuchern.

Die Gospels „Amen“ und „Go, tell it on the mountain“ wirkten fast wie himmelsstürmende Gebete. Denn die Mitglieder des Gospelchors der St.-Lukas-Gemeinde haben Musik und Rhythmus anscheinend im Blut. Ein mächtig durch den Raum schallendes „Thank you lord“ ließ einen nicht alltäglichen Gottesdienst ausklingen.

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