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Vöhringen

11.12.2020

Illersenio äußert sich zu Corona-Ausbruch in Vöhringer Pflegeheim

Am Caritas-Centrum in Vöhringen haben sich Bewohner und Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert.
Bild: Ursula Balken

Plus 50 Bewohner und 16 Mitarbeiter des Caritas-Centrums sind betroffen. So geht das Haus mit der Situation um.

Trotz strenger Sicherheitsvorkehrungen hat das Corona-Virus jetzt auch das Vöhringer Caritas-Centrum Illersenio erreicht. Laut Landratsamt sind 50 Bewohner und 16 Mitarbeiter betroffen. „Eine große Herausforderung“, wie Geschäftsführer Dominik Rommel in einer Pressemitteilung sagt.

Habe man die erste Welle im Frühjahr gut überstanden, müsse man sich jetzt aber mit „einem dynamischen Infektionsgeschehen auseinandersetzen.“ Akut betroffen sind die Wohnbereiche des Hauses. Das seit dem Frühjahr streng umgesetzte Hygienekonzept sowie die eigene Isolierstation stehen vor einer großen Aufgabe.

Rund ein Drittel der Heimbewohner von Ausbruch betroffen

Die vorübergehende Schließung der Tagespflege-Standorte in Buch und Illertissen und das generelle Besuchsverbot waren für Außenstehende erste Anzeichen, dass jetzt der Ernstfall eingetreten ist. Einrichtungsleiter Sebastian Lautenfeld erklärt, dass der aktuelle Test vom 8. Dezember „eine relevante Anzahl von betroffenen Personen ergeben hat.“

Rund ein Drittel der im Vöhringer Haus lebenden Senioren gehöre zum Kreis derer, die entweder selbst positiv getestet wurden oder zumindest Kontaktpersonen ersten Grades sind. Lautenfeld sieht die Lage kritisch, bleibt aber zuversichtlich. „Wir haben von Anbeginn der Pandemie Konzepte entwickelt und umgesetzt, die unseren Bewohnern für lange Zeit im Vergleich zu den rein offiziellen Bestimmungen zusätzliche Sicherheit verschafft haben. Leider ist es uns trotz allem nicht gelungen Covid-19 aufzuhalten.“ Lautenfeld ist davon überzeugt, dass das Virus zwar eine noch nie da gewesene Herausforderung darstellt, dass aber die Caritas in Anbetracht der Gesamtsituation vergleichsweise gut gerüstet ist.

Illersenio hat eigene Isolierstation in Illertissen

Alle Wohnbereiche wurden umgehend isoliert, zudem verfüge das Iller-Senio im wenige Kilometer weit entfernten Illertissen über eine ausgewiesene Isolierstation. „Auch erweise sich das engmaschige Testen als probates Mittel, das Infektionsgeschehen im Haus nachvollziehbar bleibt. Schon im Frühjahr dieses Jahres habe die Kooperation mit einem regionalen Labor dazu geführt, dass Ergebnisse aus hoch zuverlässigen PCR-Tests (siehe Info-Kasten) deutlich schneller als üblich vorliegen – bereits binnen zwölf bis 24 Stunden.“ Entsprechend der aktuellen Auflagen werden sämtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter inzwischen zweimal wöchentlich einem PCR-Test unterzogen.

„Verhalten optimistisch“ stimmt die Hausleitung, dass sich die Personalsituation noch vergleichsweise beherrschbar darstellt. „Aber diese Pandemie zeigt uns immer wieder, dass auch das beste Hygienekonzept keine hundertprozentige Sicherheit bieten kann“, sagt Geschäftsführer Rommel. Er sei trotz aller Ungewissheit guten Mutes, den das Caritas-Centrum habe den großen Vorteil, dass mit seiner Organisationsgröße personelle Sicherheitspuffer zur Verfügung stünden. Damit verweist Rommel auf die Möglichkeiten, die in der stationären Pflege gegebenenfalls noch ausfallenden Mitarbeitern flexibel mit Personal aus anderen Bereichen ersetzen zu können. Inwieweit das erforderlich sein werde, werde im Verlauf der kommenden Tage entschieden.

Besuchsverbot bis mindestens 20. Dezember

Bis dahin bittet Geschäftsführer Rommel um Verständnis, dass das aktuelle Besuchsverbot im Caritas-Centrum Vöhringen zumindest bis einschließlich 20. Dezember gilt. Zugleich gilt die Maßnahme auch für das Caritas-Centrum in Illertissen. Auch Neuaufnahmen von Bewohnern sowie der Betrieb der eingegliederten Kurzzeitpflege wurde bis auf weiteres ausgesetzt.

Lesen Sie außerdem: Die Corona-Lage in den Kliniken rund um Ulm ist angespannt

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