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Illertissen: „Der Herr der Diebe“ kündigt sich auf der Schwabenbühne an

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„Der Herr der Diebe“ kündigt sich auf der Schwabenbühne an

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    Beim Proben: Für die Jugendlichen haben die ersten Stückdurchläufe begonnen, obwohl noch vieles provisorisch ist. Eine der Hauptrollen, der Herr der Diebe (rechts im Bild), wird von Philipp Ziesche gespielt.
    Beim Proben: Für die Jugendlichen haben die ersten Stückdurchläufe begonnen, obwohl noch vieles provisorisch ist. Eine der Hauptrollen, der Herr der Diebe (rechts im Bild), wird von Philipp Ziesche gespielt. Foto: Regina Langhans

    Die Stadt Venedig mit all ihren Geschichten und Geheimnissen auf die Freilichtbühne am Illertisser Schloss zu projizieren, das hat sich das Jugendtheater der Schwabenbühne Illertissen für diesen Spielsommer vorgenommen. Ein nicht ganz einfaches Unterfangen, das die Mimen derzeit mit Regisseurin Mira Ebert umsetzen. Sie stehen bereits kurz vor der Premiere. Diese findet am Freitag, 12. Juli statt. Die Vorstellung beginnt um 20 Uhr.

    Gewinnspiel: Die IZ verlost zweimal zwei Eintrittskarten

    Die Illertisser Zeitung verlost zweimal zwei Eintrittskarten für den zweiten Spieltag, den Samstag, 13. Juli. Die Vorstellung beginnt um 18 Uhr. Wer mitmachen möchte, schickt dazu dazu eine Postkarte an die Illertisser Zeitung, Marktplatz 11, 89257 Illertissen oder eine E-Mail an gewinnspiel@illertisser-zeitung.de. Einsendeschluss ist Donnerstag, 11. Juli. Die Namen der Gewinner werden am Freitag veröffentlicht. Die Teilnehmer erklären sich ausdrücklich einverstanden, dass Name und Wohnort in der Zeitung abgedruckt werden.

    Regisseurin Mira Ebert ist in Berlin geboren und aufgewachsen. Nach ihrer Schauspielausbildung hat sie der Beruf nach Süddeutschland geführt. Dabei ist die Theaterarbeit mit Jugendlichen zu einem ihrer Schwerpunkte geworden, wie sie erzählt. Dass sie bei der Schwabenbühne auch die Ausstattung und das Bühnenbild zu verantworten hat, ist für sie neu. Das bringt den Vorteil, die Inszenierung besser als Gesamtkunstwerk darstellen zu können. Über ihr Konzept sagt sie: „Ich hoffe, dass unsere Aufführung mehr Anlass zum Nachdenken gibt, als es ein luftiges Sommertheater tut.“

    Regisseurin: Der Herr der Diebe kann nur in Venedig spielen

    So sieht sie eine der Herausforderungen darin, die Lagunenstadt Venedig mit ihren Kanälen und ihrem Flair so darzustellen, dass sich die Geschichte darin entwickeln kann. Für das Bühnenbild hat sie einen Entwurf gezeichnet, den Kunstmaler Johannes Riggenmann monumental umzusetzte. Die Regisseurin sagt: „Die Erzählung kann nur in Venedig spielen, nur da erscheint sie glaubwürdig.“ Geschrieben wurde die Geschichte von Autorin Cornelia Funke im Jahr 2000. Seitdem ist „Der Herr der Diebe“ und das Schicksal seiner Kinderbande in einer Vielzahl an Filmen, Hörbüchern und Bühnenfassungen aufgegriffen worden.

    In der Inszenierung der Schwabenbühne spielt der 15-jährige Philipp Ziesche den Dieb Scipio. Es ist nicht die erste größere Rolle, die er während seiner bereits zehn Jahre dauernden Zugehörigkeit zum Theater spielt. Dennoch findet er es nicht ganz einfach, neben der Schule in etwa vier Wochen den Text auswendig zu lernen. Das ist aber nötig, um sich beim Proben frei bewegen zu können. Über seine Rolle auf der Bühne sagt er: „Im Spiel werde ich von meinem geldsüchtigen Vater misshandelt, daher reiße ich auch aus.“ Von den Bühneneltern werde er wie ein Haustier behandelt, so Philipp. Solche Szenen würden ihn schon nachdenklich machen.

    Außer ihm wirken noch die beiden Ausreißer Prosper und Bo sowie rund 30 weitere Kinder mit. Regisseurin Ebert freut sich über deren Spieleifer und über die auf dem Gelände und vom Schwabenbühnenteam gebotenen Möglichkeiten.

    So darf das Publikum gespannt sein, wie sich die Kinder aus ihrer fiktiven Welt, in der sie sein können, wie sie sind, herausholen lassen. Wie sie Bereitschaft entwickeln, Verantwortung zu tragen. Davor erleben sie Abenteuer und ein gar magisches Karussell. „Eben eine fantastische Geschichte mit ernster Aussage“, sagt Ebert.

    Vorverkauf: Tickets gibt es unter der Nummer 01806/700733 oder online unter schwabenbühne.de.

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