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Illertissen

17.06.2020

Illertissen will Platz für zwei weitere Krippengruppen schaffen

Das ehemalige LEW-Gebäude im Saumweg in Illertissen diente bereits einige Monate als Interimslösung für den Kindergarten Mozartstraße. Nun könnten dort zwei Krippengruppen einziehen.

Plus Im ehemaligen LEW-Gebäude könnten bald Kleinkinder spielen. Doch wie verträgt sich das mit der Nachbarschaft zur Musikschule?

Das Thema Kinderbetreuung entwickelt sich zu einem Dauerbrenner für den Illertisser Stadtrat. Der Neubau in der Mozartstraße ist gerade fertig, der Ausbau im Stadtteil Au soeben besprochen. Auch der Kultur-, Sozial- und Bildungsausschuss hatte sich nun wieder damit zu beschäftigen, wo zusätzliche Plätze für die Kleinsten eingerichtet werden können. Mit dem ehemaligen LEW-Gebäude im Saumweg hat die Verwaltung ein Gebäude gefunden, das bereits übergangsweise als Kindergarten genutzt worden war.

Bis der neue Kindergarten in der Mozartstraße Anfang des Jahres fertig wurde, waren in dem Haus mehrere Monate lang Kinder betreut worden. Kurzfristig hatte diese Woche eine Begehung der Räume mit dem Landratsamt stattgefunden, informierte Julia Pöllmann die Ausschussmitglieder. „Die Vertreter des Landratsamts waren überrascht, wie gut die Räume tatsächlich geeignet sind.“

Statt einer Gruppe finden sogar zwei Platz in dem Gebäude

Unter anderem sind bereits Schallschutzdecken eingebaut. Neben der vom Planer ursprünglich vorgesehenen einen Krippengruppe würde sogar noch eine zweite in das Haus passen – und die ist nach den bisherigen Anfragen bei der Stadtverwaltung auch dringend nötig: „14 Kinder könnten aktuell keinen Platz bekommen, davon brauchen etwa zehn den Platz dringend“, so Pöllmann. Außerdem gebe es schon weitere Anfragen, „manche Eltern erkundigen sich schon, wenn das Kind noch gar nicht geboren ist“. Werden im Saumweg die Voraussetzungen für zwei Krippengruppen geschaffen, könnten dort insgesamt 24 Kinder betreut werden. Noch ist aber unklar, wie viel der nötige Umbau kosten wird. Fest stehe lediglich ein Kostenrahmen für die Möblierung von etwa 35 000 Euro, so Bürgermeister Jürgen Eisen.

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Können die Krippenkinder schlafen, wenn im Haus musiziert wird?

Skepsis rief bei einigen der Ratsmitglieder der Umstand hervor, dass auch die Musikschule das Gebäude nutzt. Heidi Ritsche-Thoma (Freie Wähler): „Wenn unten die Kleinen schlafen und im ersten Stock dann Musik gemacht wird, kann ich mir nicht vorstellen, wie das gehen soll.“ Sie machte jedoch auch deutlich: „Wir werden die Krippenplätze brauchen.“

Mit viel Lärm durch die Musikschule sei nicht zu rechnen, glaubt Bürgermeister Eisen, zumal der Unterricht dort eher nachmittags außerhalb der Schlafenszeiten stattfindet. Der Kulturausschuss beschloss am Ende einhellig, grundsätzlich die Nutzung des Gebäudes für die Krippenkinder anzustoßen – jetzt müssen aber erst entsprechende Förderanträge gestellt und der Bauantrag eingebracht werden. Geht alles gut, könnten im Oktober die Krippenkinder ihren Platz bekommen.

Mehr zum Thema Kinderbetreuung in der Region lesen Sie hier:

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