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Internetnutzer müssen Quellen von Nachrichten hinterfragen

Internetnutzer müssen Quellen von Nachrichten hinterfragen
Kommentar Von Sabrina Schatz
05.02.2019

Im Netz kursieren viele Gerüchte. Kinder und auch Erwachsene sollten deshalb im Umgang damit geschult werden.

Das Internet ist eine der wichtigsten Informationsquellen. Es wimmelt von Meldungen, Videos, Fotos. Ein Fingerwisch auf dem Smartphone genügt und man erfährt beinahe in Echtzeit, was der Freund gerade erlebt und welche Peinlichkeit sich der Promi nun schon wieder erlaubt hat. Whatsapp, Youtube, Facebook machen es möglich. Die Gefahren, die das Web mit sich bringt, sind allerdings vielen zu wenig bewusst – auch im Jahr 2019. Sie müssen sich im Umgang damit schulen.

Das muss bereits bei den Kindern beginnen. Darf ich ein peinliches Party-Bild von meinem Kumpel auf Instagram veröffentlichen, ohne ihm davon zu erzählen? Darf ich posten, dass ich heute so gar keine Lust habe auf Unterricht? Über solche Fragen sollten Lehrer mit ihren Schülern regelmäßig sprechen. Ihnen klar machen, wo ein Bild, ein Video, eine Sprachnachricht überall landen kann. Dass im virtuellen Raum ebenso Konsequenzen drohen wie im analogen. Und das müssen Lehrer sogar. Denn Medienbildung ist mittlerweile in den Lehrplänen aller Schularten verankert. Das ist dringend notwendig.

Doch auch Erwachsene müssen dazulernen. Sie sind nicht mit Snapchat, Twitter & Co. aufgewachsen, sondern mit Zeitung, Radio, Fernsehen. Medien, die aufwendig zu produzieren sind, hinter denen eine Vielzahl an Mitarbeitern steht. Journalisten haben sich Sorgfaltspflichten auferlegt. Dazu gehört, Quellen zu nennen, Informationen bestenfalls von zwei Seiten bestätigen zu lassen, persönliche Interessen zu hinterfragen. Was vielen nicht bewusst zu sein scheint: Obwohl das Web eine ebenso große Öffentlichkeit herstellt, gelten meistens nicht dieselben Maßstäbe für die Nachrichten, die dort kursieren. Nicht immer ist ersichtlich, auf welchen Quellen eine Behauptung beruht. Welches Interesse hinter einem Gerücht steckt.

Internetnutzer müssen Quellen von Nachrichten hinterfragen

Erwachsene, vor allem Eltern, sollen Vorbilder für Kinder sein. Wieso also schulen sich nicht auch sie darin, verantwortungsvoll und reflektiert mit den Möglichkeiten des Internets umzugehen?

Lesen Sie dazu unseren Bericht: Hast du schon gehört...? Was üble Gerüchte im Netz auslösen können

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