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Vöhringen

09.08.2019

Kinderbetreuung: Vöhringen will zusätzliche Kita-Plätze schaffen

Der Container an der Rappelkiste soll vorübergehend weiter genutzt werden. Nur so kann die Stadt den Bedarf an Betreuungsplätzen decken.
Bild: Ursula Katharina Balken

Ein Container als Zwischenlösung sorgt für Unmut bei den Eltern. Nun will die Stadt ein zusätzliches Gebäude anmieten, um den Bedarf an Betreuungsplätzen zu decken.

Um den Bedarf an Betreuungsplätzen für Kinder zu decken, sucht die Stadt Vöhringen nach Lösungen. Denn das bisherige Angebot reicht nicht aus, um alle Kinder ab September mit einem Platz zu versorgen. Wie Bürgermeister Karl Janson nun auf Anfrage mitteilt, will die Stadt ein Gebäude an der Falkenstraße in Vöhringen anmieten. In den zusätzlichen Räumen sollen zwei Kindergartengruppen untergebracht werden. Mit dieser Zwischenlösung soll die geplante Nutzung des Containers an der Rappelkiste „zeitlich verkürzt werden“, erklärt Janson schriftlich.

Umbauarbeiten an der Rappelkiste sollen im Herbst angeschlossen sein

Wie berichtet, wird die Kita im Osten der Stadt derzeitig aufwendig erweitert und umgebaut. Das machte die Aufstellung eines Containers notwendig. Die Umbauarbeiten sollen im Herbst abgeschlossen sein. Der Container soll weiter als Unterbringung genutzt werden. Wie berichtet, sorgt das bei betroffenen Eltern derzeit für Verunsicherung. Sie fürchten, dass es sich nicht um eine Übergangslösung, sondern um eine langfristige Unterbringung handelt.

Diese Sorge räumt Janson in seiner Stellungnahme aus: „Natürlich ist dieser Container nicht als Dauerlösung vorgesehen“, erklärt der Vöhringer Bürgermeister schriftlich. Aber als vorübergehende Lösung, um den nötigen Bedarf abdecken zu können, sei dies sicherlich eine mehr als zumutbare Lösung.

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Vöhringens Bürgermeister weist Vorwürfe seitens der Eltern zurück

Vorwürfe des Elternbeirats, dass der Container den Garten an der Rappelkiste verkleinere und die pädagogische Qualität darunter leide, weist Janson zurück. Der Container entspreche den Anforderungen einer ordnungsgemäßen Betreuung und Bildung. Für den fehlenden Platz sei eine Ausgleichsfläche geschaffen worden. Zudem bekomme die Kindertagesstätte im Zuge des Anbaus eine neue Außenspielfläche von etwa 200 Quadratmetern. Es handele sich dabei um den Platz des ehemaligen öffentlichen Spielplatzes, der aufgelöst wurde. Janson betont, dass die vorübergehende Container-Lösung mit der Kita-Leitung der Rappelkiste und der Awo als Träger abgestimmt sei.

Mit dem Ausbau der Rappelkiste schafft die Stadt zusätzliche Betreuungsplätze. Weitere 15 Kinder sollen ab September im neuen Natur- und Waldkindergarten in Illerberg Platz haben. Die Großtagespflege in Vöhringen soll nach Angaben von Janson ab Oktober ihren Betrieb aufnehmen. Außerdem sei der Neubau einer weiteren Kindertagesstätte vorgesehen, erklärt Janson. Zudem ist beabsichtigt, ein Gebäude an der Falkenstraße in Vöhringen anzumieten. Den Vorwurf, die Stadt würde das Thema Kinderbetreuung vernachlässigen, lässt Janson nicht gelten: „Der Ausbau der Kindertagesbetreuung steht im zentralen Fokus der kommunalpolitischen Tätigkeit in der Stadtverwaltung und im Rat.“

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