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Schulzentrum

25.06.2011

Kosten: Räte wollen informieren

Für die Sanierung des Schulzentrums müssen die Mitgliedsgemeinden des Schulverbandes tief in die Tasche greifen.
Bild: Foto: zisc

Kettershauser Gemeinderat spricht Thema bewusst öffentlich an

Kettershausen Die alten Gebäude des Schulzentrums müssen saniert werden. In diesem Punkt zeigten die Gemeinderäte in Kettershausen in der jüngsten Sitzung Einigkeit. Die Kosten, die nun aber deutlich höher sind, als vorab geschätzt, bereiteten so manchem Gemeinderat Sorge.

Ursprünglich stand das Sanierungsgutachten für die bestehenden Schulgebäude im Babenhauser Schulzentrum nicht auf der Tagesordnung der Sitzung. Gemeinderätin Marianne Rugel beantragte, diesen Punkt vom nicht öffentlichen Teil auf den öffentlichen zu verlegen. Einstimmig kam das Gremium dem Antrag nach.

Das Thema sorgte für einen regen Meinungsaustausch. Bürgermeisterin Gabriele Janowsky nahm Bezug auf die jüngste gemeinsame Schulverbandssitzung des Schulverbands Mittelschule und des Zweckverbands Realschule (wir berichteten). Die Generalsanierung der Schulgebäude der Haupt- und Realschule wird laut Sanierungspläne des Architekturbüros mit insgesamt rund zwölf Millionen Euro veranschlagt. Laut Janowsky war man zuvor von geschätzten acht Millionen Euro ausgegangen.

Kosten: Räte wollen informieren

Janowsky: „Kosten nicht einfach so hinnehmen“

Die Bürgermeisterin betonte die grundsätzliche Notwendigkeit der Sanierung. Sie sprach sich jedoch gleichzeitig dafür aus, derart hohe Kosten „nicht einfach so hinzunehmen“, die Details auch „durchzudiskutieren“ und abzuwägen, ob diese auch nötig und tragbar seien. Andreas Stiegeler sah ebenfalls keine Alternative zu einer Sanierung. Er gab aber auch zu bedenken, dass dadurch der Haushalt über Jahre hinweg belastet werde und andere Projekte dafür gegebenenfalls hintanstehen müssten. „Die Bürger müssen darüber informiert werden“, meinte Stiegeler.

Marianne Rugel stand dem Sanierungsprojekt „für die Zukunft der Schule und zum Wohle der Kinder“ nach wie vor positiv gegenüber. Sie erläuterte aber die nach dem aktuellen Stand der Dinge geschätzte Kostensituation für Kettershausen. Nach den jetzigen Berechnungen kommen auf die Gemeinde geschätzte Kosten in Höhe von rund 510000 bis 520000 Euro zu. Diese ergeben sich nach Abzug der Fördermittel (voraussichtlich zehn Millionen sind zu 30 bis 35 Prozent förderungsfähig) und aus dem vermutlichen, noch festzulegenden Schlüssel, wonach 45 Prozent der Kosten der Schulverband Mittelschule und 55 Prozent der Zweckverband Realschule zu tragen hat. Berücksichtigt dabei wird auch die durchschnittliche Schülerzahl (derzeit für die Mittelschule mit 13 Prozent veranschlagt). Zusammen mit den Kosten für den laufenden Erweiterungsbau von rund 230000 Euro ergibt sich für Kettershausen eine Gesamtinvestition von rund 750000 Euro.

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