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Illertissen

12.09.2014

Letzte Amtshandlung für Marita Kaiser

Abschied nach einem Dutzend Jahren: Marita Kaiser ist nicht mehr Vorsitzende des Abwasserzweckverband Mittleres Illertal. Von Stellvertreter Christopher Eh gab es Blumen.
Bild: Ronald Hinzpeter

Wechsel beim Abwasserzweckverband. Geld sparen mit „trockener Materie“

Es war beinahe wie früher: Marita Kaiser saß in der Schranne unter den Wappen an der Wand und eröffnete die Sitzung. Doch die Ex-Bürgermeisterin verließ nach einer kurzen Rede den Raum – beschenkt mit einem Blumenstrauß und etwas Schmuck: Sie hatte gerade nach zwölf Jahren an der Spitze des Abwasserzweckverbandes Mittleres Illertal (AZV MI) ihre Abschiedsvorstellung als Vorsitzende gegeben. Diesen Posten übernahm der neue Bürgermeister Jürgen Eisen, der ohne Gegenstimme von der Verbandsversammlung zum Vorsteher gewählt wurde.

Marita Kaiser musste quasi als letzte Amtshandlung noch eine Altlast abarbeiten. Ex-Stadtrat Gerhard Reisinger hatte sich vor der Sitzung beschwert, dass das Protokoll der vorangegangenen AZV-Sitzung vom vergangenen Jahr, an der er als Vertreter von Dieter Baur teilgenommen hatte, nicht korrekt sei. Darin sei ein Antrag, den er gestellt hatte, verkürzt wiedergegeben worden.

Marita Kaiser versicherte jedoch, das Protokoll entspreche dem Mitschnitt der Sitzung. Damit war dieser Punkt erledigt und ihr Stellvertreter Christopher Eh, Bürgermeister von Dietenheim, konnte ihr nun zum Abschied noch ein paar lobende Worte mitgeben. So sagte er unter anderem, Marita Kaiser habe den Verband souverän geführt.

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In dem von Reisinger gestellten Antrag ging es um die Trocknung von Klärschlamm. Dieses Thema wird den Verband noch länger beschäftigen, wie der AZV-Geschäftsführer Helmut Gschwind sagte. Er möchte die Kosten für die Klärschlammverbrennung. Die wird nach Tonnen berechnet. Gelänge es, den Wasseranteil im Schlamm deutlich zu reduzieren – er liegt bisher bei rund 80 Prozent – und damit die Materialmenge zu verkleinern, könnten bei der Verbrennung etwa 120000 Euro eingespart werden, so die Rechnung des Geschäftsführers. Unklar ist jedoch, nach welcher Methode der Schlamm kostengünstig getrocknet werden kann. Der AZV hat bereits einen Experten des Fraunhofer-Instituts an der Hand, der alles durchrechnet, doch ein endgültiges Ergebnis konnte Gschwind der Verbandsversammlung noch nicht präsentieren. Das soll bei der nächsten Sitzung im Frühjahr passieren.

Verabschiedet wurde vom Gremium der Verbandshaushalt-Haushalt für das Jahr 2014. Dabei merkte Ernst Wüst aus Altenstadt kritisch an, für die Vorlage des diesjährigen Haushalts sei es doch jetzt reichlich spät. Das hätte eigentlich schon im November vergangenen Jahres erfolgen müssen. Schließlich müssten die Mitgliedkommunen ja mit den Umlagenzahlungen rechtzeitig kalkulieren können. Geschäftsführer Gschwind sagte, ein früherer Termin habe sich nicht ergeben, nächstes Jahr werde der Etat auf jeden Fall bereits im März präsentiert. Vize-Vorsitzender Eh machte für die Verzögerung auch die Kommunalwahlen in Bayern und Baden-Württemberg verantwortlich.

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