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Illertissen

06.01.2019

Neue Halle: TSV Illertissen muss Bürokratie-Hürden nehmen

Die alte Jahnhalle in Illertissen kann nicht mehr genutzt werden. Sie sollte deshalb abgerissen werden. Wenn die aktuellen Pläne umgesetzt werden können, wird das Gebäude in eine Kurzzeitpflegeeinrichtung integriert.
Bild: Franziska Wolfinger

Der Verein ist mit seinen Plänen bisher nicht soweit gekommen, wie es geplant war. Die Stimmung ist trotzdem positiv. 2019 soll eine neue Abteilung gegründet werden.

Die Pläne rund um den Neubau einer Sporthalle des TSV Illertissen sind etwas ins Stocken geraten, nachdem der Verein diesbezüglich zuletzt eher optimistisch war. Doch der Jahreszeit entsprechend liegen die beiden wichtigsten und eigentlich gut vorbereiteten Teilprojekte des Vorhabens auf Eis, wie der Vereinsvorsitzende Ulrich Hartmann in seiner Ansprache beim Neujahrsempfang des TSV Illertissen sagte. „2018 brachte uns einige Schritte weiter, aber leider längst nicht soweit, wie ich erhofft hatte“, fügte er an.

Zwei wichtige Verträge sind vorbereitet - die Unterschriften fehlen aber

Probleme bereiten unter anderem Verzögerungen beim Verkauf des Geländes auf dem die Jahnhalle steht. Das will beziehungsweise muss der Verein meistbietend verkaufen, denn der Erlös aus diesem Geschäft soll rund 50 Prozent der Finanzierung der neuen Halle decken. Dafür hatte der TSV beim Stadtrat eine Änderung des Bebauungsplans für dieses Grundstück von einem Sportgelände in Bauland beantragt. Das wurde mittlerweile genehmigt, ein Notarvertrag zwischen dem Sportverein und einem Bauträger, der dort seniorengerechte Wohnungen und eine Kurzzeitpflege errichten will, liegt vor und wartet auf seine Unterzeichnung. Zuvor müssen auf Seiten des Bauträgers allerdings noch ein paar letzte Fragen geklärt werden. Wie lange das dauert, kann Vereinsvorsitzender Hartmann im Moment nicht abschätzen. Der Vorteil an dieser Lösung ist, dass das Gebäude der Jahnhalle, wenn auch nicht in seiner Funktion als Turnhalle, erhalten bliebe und nicht abgerissen würde, wie es zwischenzeitlich geplant war. (Mehr dazu lesen Sie hier)

Einen ebenfalls unterschriftsreifen Notarvertrag gibt es zwischen dem Verein und dem Eigentümer des Grundstücks, auf dem die neue Zweifach-Sporthalle gebaut werden soll. Der TSV will dieses Gelände als Erbpacht anmieten. Obwohl sich beide Parteien längst einig sind – der Vertrag hätte bereits vergangenes Jahr unterzeichnet werden sollen – gibt es auch hier Probleme, und zwar mit dem Grundbuch. Es muss geklärt werden, in welchem Rang die Erbpacht dort eingetragen kann und wie mit einer alten Eintragung aus dem Jahr 1912 umgegangen werden muss. „Wir lernen hier Dinge, von denen wir nicht dachten, dass wir sie je wissen müssen“, sagte Hartmann über das bürokratische Prozedere.

Neue Halle: TSV Illertissen muss Bürokratie-Hürden nehmen

Hier darf der Vorstand keine Fehler machen

Und die Bürokratie steht dem Verein in einem weiteren Punkt im Weg. Bei der Summe, die der Neubau kosten wird, muss der TSV Illertissen von Gesetzes wegen eine Architekten-Ausschreibung durchführen. Ein kompliziertes Verfahren, bei dem dem Verein kein Fehler unterlaufen darf, wie der Vorsitzende Hartmann erklärte. Denn das könnte im schlimmsten Fall die Förderung durch den Bayerischen Landessportverband gefährden. Hartmann bedankte sich daher bei der Stadt Illertissen, die den TSV bei der Ausschreibung unterstützt. „Das Ehrenamt kann nur Motivation und Einsatzfreude bringen, die Sachverstand und Erfahrung in Dingen, die ein Verein nur einmal in x Jahren machen muss, nicht aufwiegen.“

Auch der Illertisser Bürgermeister Jürgen Eisen bekräftigte in seiner Ansprache, wie groß der bürokratische Aufwand für den Verein tatsächlich sei. Er beglückwünschte den TSV zu seinem engagierten Vorstand bestehend aus Ulrich Hartmann, Udo Schultze und Heiner Semsch, die sich mit viel Energie für die neue Sporthalle einsetzen.

Neben einer neuen Halle plant der TSV drei neue Tennisplätze. Ein passendes Grundstück gibt es bereits, der Eigentümer würde an den Verein verpachten. Eine entsprechende Bauvoranfrage liegt derzeit beim Landratsamt. „Sobald von dort ein positives Signal kommt, werden wir das Projekt weiter vorantreiben“, sagte Hartmann in seiner Neujahrsansprache.

Nächstes Jahr gibt es auch Basketball beim TSV

Und noch eine Neuerung ist für das kommende Jahr geplant: Der TSV Illertissen möchte eine eigene Basketball-Abteilung gründen. Bisher ist der Verein Mitglied in einer Spiel- und Trainingsgemeinschaft für Jugendliche und hat in dieser Funktion bereits einige Trainingsstunden organisiert. Nun sucht der Verein basketballbegeisterte Eltern oder andere Interessierte, die bereit wären, Starthilfe für die neue Abteilung zu leisten und die erforderlichen Ämter zu übernehmen.

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